Marinekompanie Heimattreue 1927

Das Jahr 2016 hielt einige handfeste politische Überraschungen für uns alle bereit. Als erstes sei hier die Abstimmung der Engländer gegen die EU genannt. Im Herbst folgten dann die Amerikaner, die Donald Trump als neuen Präsidenten gewählt hatten. In der Türkei begann Präsident Erdogan damit seine politischen Gegner ins Gefängnis zu befördern und auf eine Autokratie zuzusteuern.

Wie sich diese Melange aus Putin, Erdogan und Trump geopolitisch entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung der deutschen Wähler werden wir im Mai 2017 in NRW und im September 2017 bei den Bundestagswahlen erfahren.

Uns allen werden die Bilder aus Aleppo in Erinnerung bleiben. Dort sah es im Dezember 2016 wie in vielen deutschen Großstädten im Mai 1945 aus, es ist kaum noch ein Stein auf dem anderen geblieben. Dass diesen Menschen geholfen werden muss, steht wohl außer Frage. Es konnte allerdings, u.a. durch den Anschlag vom 19.12.2016 in Berlin, eindrucksvoll beobachtet werden, dass ebenso „Flüchtlinge“ aus gewissen Ländern die Gastfreundschaft unseres demokratischen Landes ad absurdum führen.

Den Karnevalisten machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Wegen Sturmgefahr und angekündigtem Starkregen fiel der Rosenmontagszug aus, wurde dann aber kurzfristig bei strahlendem Wetter am 13.3. nachgeholt.

In unserer Heimatstadt waren sicherlich die Eröffnung der neuen U-Bahnlinie zwischen Wehrhahn und Bilker Bahnhof, der Abriss der Altbauten im Herzen der Stadt und der Beginn der Bauarbeiten zum „Ingenhoven-Tal“ vor dem Schauspielhaus die herausragenden Ereignisse.

In Lörick wurden die Arbeiten zum Bau der Flüchtlingsunterkünfte schräg gegenüber unseres Festplatzes fast abgeschlossen. Dort sollen ca. 400 Menschen ab dem Jahr 2017 vorübergehend eine neue Bleibe finden.

In der Januarversammlung der Marinekompanie kam man bei den Neuwahlen zu dem Ergebnis, dass sich nichts ändern soll. Also bleibt Uwe Velten unser Kapitän, Andreas Austermann unser Kassierer und Andreas Düvel unser Schriftführer. Etwas Anderes sollte sich jedoch auf jeden Fall ändern. Unsere Fahne ist sowohl vom Material her, als auch thematisch verschlissen. Die Planung für einen Neuentwurf wurde in Angriff genommen.

 

12.6.2016 – Schießen

Hatten wir in den Vorjahren das Paket “ Mittagessen bei Dennis “ in der Bauernstube und Schießen beim HTV in Heerdt gebucht, machten uns in diesem Jahr die Querelen im Heerdter Schützenregiment und die damit verbundene Stornierung des Schießstandes einen Strich durch den gewohnten Ablauf.

Kurzfristig ließ sich dann der Schießstand in Büderich am Eisenbrand für den ins Auge gefassten Termin buchen. Heinz Heger erklärte sich spontan bereit die Schießstandaufsicht zu übernehmen. Christian Kasber empfing uns in seinem Haus zum Grillen und Mittagessen. Leider spielte das Wetter nicht mit und es regnete sowohl beim Mittagessen als auch beim Schießen ergiebig. Das tat unserer guten Laune keinen Abbruch. Der Büdericher Vogel zeigte sich jedoch trotz der Bearbeitung mit Kleinkalibermunition als sehr zäh und streckte sich erst nach über 450 Treffern. Dann traten Christian und der Schriftführer Andreas Düvel an den Schießstand. Es entwickelte sich regelrecht ein harter Wettkampf um die Platte herunterzuputzen. So sollte es sein, Andreas hatte schließlich mehr Fortune und nahm seine Ehefrau Conny zur Königin.

So ging dieser Tag trotz Absage der Heerdter und den Wetterkapriolen doch noch harmonisch und gut zu Ende. Auch an dieser Stelle gilt der Dank der Kompanie Kathrin und Christian für die spontane Bereitschaft Ihr Haus in Schießplatznähe bereit zu stellen und Dennis der Essen und Trinken organisiert und zubereitet hatte.

Die kleinen Neumänner Alexej und Valentin
Die stolzen Eltern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schützenfest 2016

Die Wetterprognosen nach einem, bis dato sehr wechselhaften, kalten und mit ergiebigen Regenfällen auffälligen Sommer, waren ganz ordentlich. So wie in Lörick üblich, steht der Donnerstag immer im Zeichen des Schmückens der Residenzen der einzelnen Gesellschaften. Bei uns werden zwar die Fassaden des Kapitäns, des Majors und des Königs mit bunten Lämpchen, Fahnen und allerlei Zierrat versehen, aber es geht letztlich eher um das gemütliche Einstimmen auf die kommenden Tage.

Das eigentliche Schmücken war in einer knappen Stunde erledigt und wir zogen zum Haus von Familie Johnen. Sie hatten sich schon beim Schießen für unser „Nichtlöricker Königspaar“ als Regierungssitz und damit auch als Feierlocation angeboten. So nahm der Schriftführer dieses Angebot gerne und dankend an. Stehtische, Zelte und Bierbänke, Essen und Gertränke standen parat, auch dieser Abend konnte wieder einen gemütlichen Verlauf nehmen. Erste, ewig gleiche, Schützenthemen und Fragestellungen waberten durch die Runde: Wie wird das Wetter, haben wir einen Königsaspiranten für das Regiment, wer kommt und unterstützt uns beim Umzug? Die passiven Mitglieder und die Familien unserer aktiven Mitglieder haben hier die Gelegenheit sich einzustimmen und Schützenluft zu schnuppern.

Die Jahresberichte mögen sich zwar in diesem Punkt wiederholen, aber der Schmückdonnerstag ist in zivil, ohne laute Musik und die Möglichkeit sich über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges zu unterhalten, immer der entspannteste Abend. So gab es auch in diesem Jahr wieder eine schöne, runde Feier an einem neuen Ort. Ein dickes Dankeschön geht hier an Steffi und Martin.

Der Jungschützenabend freitags im Festzelt ist seit Jahren der Publikumsmagnet an den vier tollen Tagen auf dem Schützenplatz. So kommen traditionell die Jungschützen der umliegenden, befreundeten Vereine um sich die Einfälle der Löricker Jungschützenbande anzusehen und das neu Einstudierte zu feiern. Es ist immer wieder bemerkenswert wie sich die jungen Leute ins Zeug legen und dabei durch viele helfende Hände bei der Kostümgestaltung, der Schminke oder dem Hairdressing unterstützt werden. Nach dem offiziellen Programm legten die Niederkasseler „Audiohelden“ auf und hatten die vielen tanzwütigen Fans gut im Griff. Es war beeindruckend, wie durch geschickte Überblendungen, jedoch unter Beibehaltung der Beats, die Leute auf der Tanzfläche gehalten wurden.

Der Samstag gestaltete sich mit dem Umzug einschließlich der Parade, der Pause im Haus Lörick und dem anschließenden Ball der Kompaniekönigspaare im Zelt schwieriger. Erklärtes Ziel für das Abendprogramm war es durch eine Straffung der Wortbeiträge, der Band „San Fernando Allstars“, die immerhin mit über 10 Leuten und umfangreicher Technik angerückt waren, eine breite Plattform zu geben. Auch den Nichtschützen sollte dadurch ein abwechslungsreiches Programm geboten werden.

Die Kompaniekönigspaare wurden nur kurz namentlich vorgestellt. Anschließend begann dann wie gewohnt wieder eine Ehrungsrunde nach der anderen. Die bei der Kompaniekönigsvorstellung eingesparte Zeit wurde somit deutlich überkompensiert. Die aufwändige Band durfte derweil bis weit nach 22 Uhr hier mal einen Tusch und dort mal einen Marsch spielen. Die „Zivilisten“ waren zu diesem Zeitpunkt schon wieder weg oder an der Schwarzwaldbude versackt. Viele Schützen waren mehrheitlich wieder relativ früh aus dem Zelt verschwunden, um am nächsten Morgen für den langen Sonntag fit zu sein. Solange der Samstagabend so „verlabert“ wird, bleibt es bei dem unzufriedenstellenden Besuch des Zeltes.

Dem Königspaar der Marine erschließt sich nicht, warum von den Königspaaren der Gesellschaften an diesem Abend ein solch hoher Aufwand wie das Tragen langer Kleider und das Herumsitzen auf dem „Thron“ erwartet wird, wenn diese im Grunde genommen selbst keine Rolle im Programm spielen.

Kapitän und Königin
Antreten im Garten vom Haus Lörick

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag jedenfalls waren alle wohlgelaunt morgens an der Kirche am Start. Beim traditionellen „Eierbraten“ in der Nacht zuvor, wurden Dennis Gaststättenvorräte geplündert und seine Krawatte blieb abgefackelt auf der Strecke. Per whats-app Rundfrage ließ sich schnell Ersatz organisieren, sodass der Spieß hier keine relevanten Notizen machen musste.

Nach dem „heißen“ Umzug waren alle froh wieder wohlbehalten im Zelt zu sein.

Daniel Schaber und Raphael Bürschgens
Uwe leicht ermattet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Montag hatte Dennis uns in diesem Jahr im Zelt Braten mit Gemüse und Kartoffeln gereicht. Wir machten uns schon darauf gefasst, daß es für den König 2016/17 sehr schwierig werden würde.

Eigentlich erreicht im Laufe des langen 5. Schützenfesttages einen Punkt an dem man sich müde und geschafft fühlt, des Dauerfeierns überdrüssig. Zum Einen war aber die Musik gut und zum Anderen wollten wir doch unseren zweiten Kassierer nicht enttäuschen und mit ihm in den Geburtstag hineinfeiern. Das mobilisierte neue Kraftreserven.

Armin ließ sich wirklich nicht lumpen und kam mit einem Tablett Gerstenkaltschale nach der anderen auf die Meute zu. Um 1.30 Uhr war die Musik zu Ende und dann fanden auch die Letzten irgendwann den Weg nach Hause.

Direkt nach unserer Kirmes folgte traditionell das Niederkasseler und in diesem Jahr dann eine weitere Woche später auch das Heerdter Schützenfest. Natürlich gingen einige von uns mal in die Nachbarstadtteile um dort zu sehen, wie andere es mit dem Marschieren oder dem Feiern hinbekommen.

 

3.9.2016 – Kompanieausflug

Nachdem wir im vergangenen Jahr einen Ausflug mit dem roten Doppeldeckerbus gemacht hatten, wollten wir uns dieses Mal in angestammte maritime Bereiche begeben und so trafen wir uns am Samstagnachmittag in der Altstadt, unterhalb der Pegeluhr am Steiger der weißen Flotte.

Wir erbeuteten gerade noch den letzten freien Tisch im Bug des Schiffes und konnten mit leckerem Uerige Alt anstoßen. Wir genossen die Fahrt unter den Brücken hindurch und am Löricker Hafen vorbei bis zum Anleger in Kaiserswerth. Es ist immer wieder überraschend zu sehen wieviel Schiffsverkehr auf dem Rhein unterwegs ist und wieviel Güter dort transportiert werden. Unser Schiffskapitän hatte definitiv nicht die „Hebel auf den Tisch gelegt“, denn wir wurden sogar von einigen Frachtschiffen überholt.

Am Anleger erwarteten uns die ersten Nachzügler und wir bummelten bei bestem Wetter gemeinsam über den Kaiserswerther Markt. Wir gönnten uns auf dem Clemensplatz an der Eisdiele der Familie Wilde ein Eis und hatten anschließend im Schwesterlokal des Oberkasseler Bahnhofs, der Tonhalle, unser Ziel erreicht. Bei angenehmen Gulasch Altbier an einer für uns reservierten langen Tafel, folgte in einer kommunikativen Runde fortan eine sehr schöne Zeit an einem tollen Spätsommerabend. Diejenigen (immerhin 14 Personen inkl. Kindern), die dabei waren fanden, dass wir einen solch ungezwungenen Nachmittag regelmäßig durchführen sollten. Für den Autor war dieser Nachmittag vom Charakter her mit den Schmückabenden gleichzusetzen.

Wir kamen zu dem Ergebnis, dass wir die Septemberversammlung in diesem Jahr zugunsten einer Versammlung im November ausfallen lassen wollten. Aus Anlass der Hochzeit von Anette und Markus, den 50. Geburtstagsfeiern von Tapi und Heike und dem Spießkassenabend würden wir uns ohnehin im Oktober regelmässig sehen und dabei aktuelle Themen zwischendurch klären können.

 

1.10.2016 – Polterabend bei Anette und Markus

Die letzten Hochzeiten fanden im kleinen Kreis oder unterhalb des Schützenradars statt. Das Polterabende aus der Mode gekommen zu sein scheinen ist in der Altstadt regelmäßig, bei dämlichen bis peinlichen Junggesellenabschieden, zu besichtigen. Um so schöner fühlte es sich an, als uns Anette und Markus für diesen Abend in die Flehe zum gemeinsamen Feiern einluden. Etwas unorthodox war es dann doch, weil sich die beiden bereits einige Tage zuvor, am 26.9. beim Standesamt Düsseldorf auf der Inselstraße, das „Jawort“ gegeben hatten.

Unser Kapitän hatte es sich nicht nehmen lassen, einen ganzen Anhänger mit Dachziegeln vollzuladen und diesen anschließend mit einem Trecker (genauer gesagt, mit dem alten Schlepper des Bommeshofes, den Uwe zu neuer Schönheit gebracht hatte) von Lörick bis in die Flehe zu tuckern, um dann mit tatkräftigen Kameraden dem Paar lautstark polternd viel Glück zu wünschen.

Nach den „Gaben“ der Kameraden von der Marine, hatten die Kollegen aus der Flehe ebenfalls sehr goßzügig abgeladen. Das nagte etwas an der Contenance der beiden Brautleute und deren Eltern. Die Fleher Straße war zwischenzeitlich für Feuerwehr- und Notarzteinsätze nicht mehr passierbar. Ein eilig herbeigerufener Radlader konnte zwar eine Spur wieder provisorisch freiräumen, aber die Abfuhr des ganzen Dachschutts dauerte später „einige Container lang“ an. Was zu viel ist, ist zuviel, dachte sich der Autor, der jetzt wenigstens einen Grund für die Junggesellenabschiede in der Altstadt kennt.

Was die beiden Brautleute machten, das wurde bis zur Perfektion getrieben. So war ein kompletter Getränkepavillon und ein Kühlanhänger vor Ort. Ausgefallene Getränkewünsche wie „eiskalter Jägermeister“ bis hin zu tiefgefrorenen Gläsern konnten mühelos befriedigt werden.
Dennis hatte sich um die Speisen gekümmert und die uns gut bekannte Band „Inferno“ spielte Livemusik. Auf dem Bommeshof war gefühlt mehr los, als an manchem schwachen Kirmestag in Lörick.

Eine Woche später, am 8. Oktober gaben sich Anette und Markus in der heimatlichen Kirche „Schmerzreiche Mutter Flehe“ das Ja-Wort. Die Trauung wurde von dem linksrheinischen Diakon Karl-Hans Danzeglocke zelebriert, der die Feier unkonventionell durchführte. Er bat alle Gäste des Gottesdienstes nach vorne an den Traualtar, um sich nicht nur um Gottes Beistand, sondern auch dem der Freunde und Kameraden des Paares zu versichern.

Es versteht sich von selbst, dass unser Paar abschließend durch die, von den Kameraden vorbereiteten und auch gehaltenen Kranzbögen der Marine, in eine gute Zukunft gehen durfte. Die beiden hatten es sich auch hier nicht nehmen lassen, einen Ausschank aufzubauen um allen Besuchern des Gottesdienstes Getränke zu reichen.

Danach ging es zur familiären Feier, in eine tolle Zukunft, und in einem offenen Mercedes Cabrio bei angenehmen Temperaturen nach Zons.

Auszug des frisch vermählten Paares aus der Pfarrkirche in der Flehe
Danke den beiden an dieser Stelle für das gemeinsame Feiern des Polterabends und der kirchlichen Hochzeit.

 

22.10.2016 – 100 Jahre Tapi und Heike

Wer wollte, konnte am 15. Oktober das Oktoberfest in Niederkassel besuchen und dann am folgenden Samstag direkt in die nächste Mammutfeier in Osterrath, anlässlich des zweimal 50. Geburtstages unseres Spieß Tapi und seiner bezaubernden Gattin Heike, stolpern.

Die beiden hatten direkt den ganzen JuCa-Saal gebucht, einen DJ und ein lustiges Gastroteam angeheuert, die uns jeden Getränkewunsch quasi von den Augen ablasen. Heike und Tapi begrüßten in einer kurzen Ansprache ihre Gäste. Die größte Truppe bildete die Marine, gefolgt von Tapis Kegelclub. Die finnischen Landsleute trugen in launiger Weise ein landestypisches Volkslied vor.

Wir verschonten die Anwesenden, nach kurzer Absprache, mit unserem Marinelied.

Alle hatten soviel Spaß, dass die Tanzfläche generationenübergreifend immer gut bis sehr gut gefüllt war. Interessant war, dass sich fast alle Gäste am Krombacher Pils verlustierten. Man sah nur sehr vereinzelt Bolten Altgläser, die über die Theke gingen. Man kann den Organisatoren des Schützenfestes und der Nebenevents nur wünschen, hier mit viel Hingabe zukünftig eine andere Bierlösung zu finden.
Tapi und Heike sei an dieser Stelle ganz herzlich für die Einladung aller Kameraden mit ihren Frauen gedankt.

 

 

30.10.2016 – Spießkassenabend

Um den Terminreigen im Oktober zu beschließen, hatten wir für diesen Tag den dritten Spiesskassenabend terminiert. Vor zwei Jahren waren wir im sehr lautstarken Füchschen auf der Ratinger Straße. Im letzten Jahr, im alten Bahnhof von Oberkassel war der Lärmpegel deutlich trommelfellschonender, so wählten wir diesen Ort erneut aus um uns besser unterhalten zu können. Im Rheinland sagt man, dass Dinge die in drei Jahren hintereinander stattfinden, als Tradition angesehen werden können.

Der Autor freut sich darüber, dass sich neben dem Schmückdonnerstag, mit dem Kompanieausflug und dem Spießkassenabend, zwei Termine etabliert haben an denen locker, ohne eine Tagesordnung und Sachzwänge, ein Gedankenaustausch stattfinden kann. Der Spießkassenabend ist zwar den aktiven Mitgliedern vorbehalten, in der entspannten Atmosphäre können dafür aber wirklich Freundschaften gepflegt werden.

 

Am 17.12.2016 – Weihnachtsfeier in Büderich „Zur Krone“

Auf der letzten Versammlung hatte uns Wolfgang Schwarz mit dem Satz verblüfft „Ich hatte keine Gelegenheit mit der Marine meinen 65. Geburtstag zu feiern, also lade ich zur Weihnachtsfeier ein.“

So wurde aus der Weihnachtsfeier sozusagen ein Doppel-Event. Christian Kasber hatte das Lokal rechtzeitig gebucht. Der Service und das Essen waren aus Sicht des Autors prima. In den Räumlichkeiten ging es etwas beengt zur Sache und durch Nachbarveranstaltungen in den Nebensälen war die Geräuschkulisse beachtlich hoch. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch und als man auseinander ging wünschte sich jeder alles Gute für das neue Jahr 2017 und besinnliche Weihnachtstage.

Es sei Hannelore und Wolfgang an dieser Stelle noch einmal für die großzügige Geste der Einladung gedankt.

Insgesamt war es für uns alle ein sehr abwechslungsreiches Jahr. Wir durften ein junges neues Mitglied in Person von Daniel Schaber bei uns begrüßen und hoffen in der Altersklasse zukünftig weitere Zugänge für die Marine begeistern zu können. Das die Gemeinschaft der Marine funktioniert, war u.a. bei dem wunderschönen Ausflug nach Kaiserswerth zu sehen, an dem alle sehr viel Freude hatten. Es ist ebenso erfreulich, dass Polterabende, Hochzeiten, runde Geburtstagsfeiern und andere Feste selbstverständlich mit den Kameraden und deren Frauen gefeiert werden.

Eine absolute Belastungsprobe stellte für uns alle die Berichterstattung über die Reichskriegsfahne im August nach dem Heerdter Schützenfest dar. Größtenteils wurden die Marinecorps der Stadt, die diese historische Fahne mit sich führen, in die rechtsradikale Ecke gestellt. Vorteilhaft für unsere Gemeinschaft war dabei, dass wir bereits in der Januarversammlung beschlossen hatten, die Fahne im Rahmen des Löricker Schützenfestes 2016 letztmalig einzusetzen.

Marine Ahoi

Andreas Düvel

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