Marinekompanie Heimattreue 1927

Ein Jahresrückblick auf 2010 im Leben der Marine Heimattreue
Was sich so 2010 in der Welt ereignet hat, wollen wir hier nicht noch einmal aufleben lassen. Beschränken wir uns auf das, was sich in unserem kleinen Örtchen Lörick und vor allem, was sich in unserer Kompanie der Marine-Heimattreue ereignet hat.
Beginnen wir mit unserer Heimat. Man wähnte sich fast wie in Schilda als man sah, dass die Löricker Str. eine neue Pflastermalerei bekam. Ein Radweg wurde durch die entsprechende Markierung auf diese Weise geschaffen. Doch man glaubt es kaum, nur wenige Wochen später wurde die Löricker Str. komplett aufgerissen und der alte Belag und damit die Radwegemarkierung durch einen geräuschärmeren sog Flüsterashalt ersetzt und dann, natürlich die Pflasterbemalung wieder aufgetragen. Auch wurde nach zwei Unfällen am Zebrastreifen eine 30 km/h-Zone vor der Kirche eingeführt, die von vielen erst durch die Überwachung zur Kenntnis genommen wurde.
Ein erster Höhepunkt in unserer Kompanie ist die Jahreshauptversammlung in der Bauernstube im Altenheim Lörick. Hierzu konnte unser Kapitän Uwe Velten 8 Mitglieder begrüßen. In seiner Neujahrsansprache wünschte er uns und unseren Familien die besten Wünsche für das neue Jahr 2010. Auch gedachten wir, wie es am Anfang eines neuen Jahres guter Brauch ist, unserer verstorbenen Kameraden. Dann ging‘s zur Tagesordnung. Unsere beiden Kassierer Andreas Austermann und Armin Gerz präsentierten mit ihrem Kassenbericht, dass sie unsere Kasse wohlbehütet über das Jahr 2009 gebracht hatten. Hierzu gebührt den Beiden unser aller Dank.
Der Jahrbericht als zweiter Punkt der Tagesordnung wurde ein letztes Mal von unserem 2. Schriftführer Manfred Gerz vorgetragen. Ein bisschen Wehmut schwang schon mit, denn 25 Jahre hatte er für die Kompanie den Schriftverkehr gemeistert, 25 mal hatte er die schönen aber auch die weniger schönen Stunden in seinen Jahresberichten festgehalten und so das Leben in unserer Gemeinschaft über einen langen Zeitraum dokumentiert und damit auch archiviert.
2010 war auch ein Wahljahr. Gewählt werden musste die 2. Garnitur, d.h. Kaleu, 2. Kassierer und 2. Schriftführer. Klar, dass nach dem Motto, der Alte bleibt, personell keine Veränderungen zu erwarten waren. Nur für den 2. Schriftführer wollte sich an diesem Abend noch keiner finden. In einer späteren Versammlung erklärte sich dann doch Christian Kasber bereit, dieses Amt zu übernehmen. Damit war die 2. Garnitur auch wieder komplett.
Mit dem Punkt Verschiedenes endete dann auch die erste wie immer harmonisch verlaufene Versammlung.
Ein weiterer Höhepunkt in unserem Jahresablauf ist traditionsgemäß immer wieder das Vogelschießen mit dem Ziel, für die vor uns liegende Schützensaison einen neuen König als Repräsentanten der Kompanie zu ermitteln. Und so trafen wir uns am 25. April zu unserem gemeinsamen Gottesdienst in unserer Heimatpfarrkirche Maria Hilfe der Christen zur gemeinsamen Feier der hl. Messe, um der Lebenden und Toten der Marinekompanie zu gedenken.
Soweit der erste Punkt im Programmablauf eines Schießtages. Doch nun mussten wir neue Wege beschreiten. Wir wollten ein neues Kompaniebild von uns erstellen, dazu hatten alle Kameraden per Kompaniebefehl die Order, mit weißer Mütze und mit weißen Handschuhen zu erscheinen. Das Bild sollte, so war es abgesprochen, dann am Ehrenmal aufgenommen werden. Und so gingen wir im Anschluss an die hl. Messe geschlossen zum Kreuz und ließen uns ablichten. Schade, dass von den 18 Mitgliedern nur 13 große und 2 kleine zum Fotoshooting erschienen waren. Einzelne Kameraden lassen sich ja noch in ein Bild hineinretuschieren, doch gleich eine nahezu halbe Kompanie zu doppeln fällt doch auf. 
Also blieb es bei einem Foto mit 13 Kameraden, Hauptsache die Fahne war dabei.
Weiter im Programm. Die Schießanlage in Niederkassel im Hause Engemann stand nach dem Verkauf nun nicht mehr zur Verfügung und somit mussten wir nicht nur einen neuen Schießstand suchen, sondern auch unseren Hunger an anderer Stelle stillen. Denis Neumann, Wirt der Bauernstube hatte ein schmackhaftes und reichhaltiges Mittagessen für uns in der Bauerstube bereitgestellt.
Gestärkt durch Speis und Trank führte uns der nächste Weg zum HTV-Platz nach Heerdt zu der dortigen Schießanlage. Nachdem mit Hilfe der Bierdeckelwahl die Reihenfolge der Kameraden festgelegt war, begann eine muntere Ballerei auf die aufgespiesten Vögel. Die brachten uns nur wenig Widerstand entgegen und entledigten in schneller Folge aller Pfänder. Manch einer fühlte sich in die Zeit der Moorhühner versetzt.
Gegen 17:30 Uhr dann endlich war es soweit. Dem Königsschuß und somit dem krönenden Abschluss des Tages sollte nichts mehr im Wege stehen.
Wer wird den entscheidenden Treffer landen, wer wird die Marinkompanie 2010 und 2011 repräsentieren. Eine immer wieder spannende Frage. Doch in diesem Jahr hielt sich nicht nur die Begeisterung sondern auch das Gedränge an der Stange in Grenzen. Und, wenn dann einer schoss, der zielte weit genug daneben, um so einer ungewollten Königswürde zu entgehen. Doch das alte Sprichwort knapp vorbei ist auch daneben verlor hier schnell seinen Wahrheitsgehalt. Weit vorbei und doch ein Treffer, so erlebten wir und vor allem unser Kamerad Armin Gerz, unser 2. Kassierer den Königsschuss. Ich wollte garnicht treffen, wir müssen die Platte wieder auflegen, waren seine ersten Worte, noch innerhalb der Schrecksekunde. Doch schnell hatte er sich in sein Schicksal gefügt. Wir freuten uns mit ihm und er mit uns über den etwas unglücklich gelungenn Schuss und die plötzliche Königswürde. Dass wir alle unseren neuen König bei einem von ihm gestifteten Fass mit rheinischem Gerstensaft hochleben ließen, steht ja außer Frage.
Am 16. Juni kam dann der Höhepunkt 2010 für unsere Kompanie. Es galt, in einem festlichen Rahmen während des Kompaniefestes unsere neuen Majestäten zu krönen.
Und so konnte unser Käpt’n Uwe Velten die Hauptleute bzw deren Vertreter der einzelnen Geselschaften, das Offizierscorps und natürlich das Regimentskönigspaar als Gäste begrüßen.
Natürlich begrüßte er auch unsere scheidenden Majestäten Markus Bommes mit seiner Königin Anette und unseren neuen König Armin Gerz, der sich mit Tina Riebling eine erfahrene Königin erwählt hatte.
Er begrüßte seine Kameraden mit ihren Damen sowie alle Freunde der Marine Kompanie.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten wie bereit im Vojahr wieder die Liveband Inferno und natürlich unser DJ Gerd Fröbel. Die Preise für die Tombola hatten in diesem Jahr Andreas Austermann und Armin Gerz besorgt.
Doch zunächst wurden die glücklichen Pfänderschützen geehrt. Alle siegreichen Schützen erhielten als Preis Freilose für die Tombola. Bevor dann Stephan Speit als Laudator die Laudatio auf unsere Majestäten hielt.
Er dankte mit schönen Worten dem scheidenden König Markus und seiner Königin Anette für das verflossene Königsjahr als Repräsentanten der Marine Kompanie. Er wünscht dem neuen Königspaar Armin und Tina alles Gute für das bevorstehende Regierungsjahr.
Im Anschluss an die Krönigszeremonie folgte die Tombola. Von unseren Damen wurden Lose unters Volk gebracht, die dann von unserer neuen Königin gezogen wurden. Jedes Los war ein Gewinn, ein Gewinn aus den vielen wertvollen Sachpreisen, die von unseren beiden Kassierern zusammengetragen wurden oder ein Gewinn an Erkenntnis, dass nicht Los gewinnen konnte.
Am Ende waren alle zufrieden, vor allem unsere beiden Kassierer, denn nur aus dem Losverkauf lässt sich ein solches Fest für alle zufriedenstellend finanzieren.
Leider, und das muss auch in diesem Jahre wieder festgestellt werden, ließ die Zahl der Besucher trotz erheblicher Anstrengungen seitens der Kompanie wieder stark zu wünschen übrig, so dass man darüber nachdenken sollte, ob es sich lohnt, ein solches Fest überhaupt noch durchzuführen. Wir bedauern vor allem, dass selbst Kameraden aus den eigenen Reihen unserem Fest fernblieben. Doch für uns, die wir mitgefeiert haben, war es wieder mal ein schöner, ein gelungener, für unsere Königspaare sicherlich auch ein unvergesslicher Abend.
Der Höhepunkt eines jeden Schützenjahres ist selbstverständlich das große Schützen- und Heimatfest, in diesem Jahr vom 30. Juli bis 2. August.
Der Programmablauf des Schützenfestes liegt fest und ändert sich nicht und der soll auch nicht im Einzelnen beschrieben werden. Wohl wollen wir davon berichten, wie wir als Marinekompanie im Rahmen des großen Festes noch unsere eigene Gemeinschaft pflegen können. Viel Spielraum wird uns da ja nicht gelassen. Freitags bis Montags sind wir eingebettet in den zentralen Programmablauf. Feiern unter uns, feiern mit unserer Familie mit unseren passiven Mitgliedern, das lässt am Ende nur noch der Schmückdonnerstag, der Donnerstag vor den Festtagen zu. Die Schmückaktion beginnt regelmäßig mit dem Verschönern der Fassaden unseres Majors und unseres Käptn’s auf dem Krummen Weg. Meist sind die Fassaden, wenn die Kameraden mit schwerem Gerät anrücken, bereits fertig geschmückt, so dass uns nur noch die Abnahme übrig blieb. Was bleibt, ist dann viel Zeit, Zeit um uns schon einmal feucht mit mit der braunen Flüssigkeit einzustimmen, einzustimmen auf das, was uns in den nächstenTages erwartet. Und so werden die hier bereitgestellten Fässer bis auf den letzten Tropfen geleert. So auch in diesem Jahr. Danach brachen wir auf, die Fassade unseres Königs zu verschönern. Unser König hatte extra seine königliche Remise zu deutsch Garage einladend hergerichtet, denn der Wettergott meinte es an diesem Tag nicht ganz so gut. Hin und wieder öffnete der Himmel seine Schleusen und schickte einen feuchten Gruß von oben. Und das ist etwas, was wir von der Marine nun garnicht lieben und schon aus diesem Grunde trockene Bereiche aufsuchen. Als Belohnung für die gelungene Aktion, unser Haus soll schöner werden, gabs dann leckeren warmen Schweinebraten mit Brot und Krautsalat. Da genügend vorhanden war, hauten die Kameraden auch so richtig rein, hatten sie doch nach der anstrengenden Arbeit, drei Fassaden festlich herzurichten nicht nur reichlich Durst sondern vor allem guten Appetit. Selbstverständlich schaute auch Königin Tina vorbei, um die geschmückte Fassade zu begutachten.
Ein schöner Abend der lange nach Mitternacht endete. Gerade unser Schmückabend als Auftakt des Schützenfestes in heimeliger Umgebung und legerer Kleidung ohne die Konventionen der anderen Tage, ist eine lange liebgewonnene Tradition in der Marine.
Am Freitag, dem Tag der Kompaniekönige erstieg unser Königspaar Tina und Armin unter dem Beifall nicht nur der anwesenden Kameraden, im Gefolge mit den anderen Kompaniekönigspaaren und dem Regimentskönig den königlich geschmückten Thron. Damit hatte unser Königspaar seinen ersten Auftritt bravourös hinter sich gebracht und gezeigt, dass sie unsere Kompanie auch vor dem Regiment und allen Lörickern würdevoll zu vertreten verstehen.
Noch einmal kamen wir im Kreise unserer Familien zu einer gemeinsamen Feier zum Jahresausklang zu einer Weihnachtsfeier zusammen. Ließen alle Ereignisse des fast abgelaufenen Jahres in Gesprächen noch einmal Revue passieren und gingen mit den besten Wünschen für das bevorstehende Weihnachtsfest auseinander mit dem festen Willen uns im Jahre 2011 in alter Frische wiederzusehen.
Marine Ahoi!
Manfred Gerz u. Andreas Düvel










































































































































































































