Liebe Löricker Bürgerinnen und Bürger, liebe Löricker Schützenfamilie,
Das Schützenjahr außerhalb des jährlichen Schützenfestes. Gibt es denn da etwas? Und ob! Es gibt nicht wenige, die glauben, Schützen treten nur einmal im Jahr in Erscheinung, wenn es gilt, mit viel Pauken und Trompeten 4 Tage lang das Leben im Ortsteil zu prägen. Weit gefehlt. Schütze in Lörick zu sein bedeutet häufig 12 Monate Engagement. Der nachfolgende Überblick der Veranstaltungen zwischen den Schützenfesten gibt einen Einblick in unser vielfältiges Vereinsleben.
Besuch bei den Mundartfreunden Düsseldorf am 20.08.2009
Auf Vermittlung unseres Protektors Heinz Jürgens (U), der diesen Abend nicht mehr erleben sollte, durften sich die Löricker Schützen im Rahmen der Reihe „Düsseldorfer Schützenvereine stellen sich vor“ den Mitgliedern der Mundartfreunde Düsseldorf im neuen und schicken Henkel-Saal in der Altstadt präsentieren. Mit etwa 40 Personen einschließlich Königspaaren und Vorstand zogen wir unter klingendem Spiel des Tambourcorps Düsseldorf-Heerdt in den Henkel-Saal ein. Es war allerdings fast unerträglich heiß, da der 20. August mit Temperaturen um 35° Celsius aufwartete. Nach freundlicher Begrüßung durch den Baas Mario Tranti hatte Schützenchef Thomas Hummelsbeck Gelegenheit, den Löricker Schützenverein und vor allem seine Besonderheiten in Form eines bebilderten Vortrags den Mundartfreunden näher zu bringen. Die vielen interessanten Informationen und Anekdoten überraschten sogar einige Löricker Mitstreiter. Mitgebracht hatten wir aus dem 2010er Showprogramm des Schützenfestes 3 Nummern, die nach einigen technischen Problemen dann doch noch aufgeführt werden konnten. Bei „Liebeskummer lohnt sich nicht, mein Darling“ sangen die Mundartfreunde kräftig und textsicher mit. Bei „Verdammt ich lieb Dich, ich lieb Dich nicht“ wurde es schon etwas leiser und bei der Boygroup-Nummer „N-Sync“ schauten die überwiegend älteren Besucher etwas gequält. Nun denn, auf jeden Fall war es ein erfolgreicher Abend für die Löricker Schützen und wir waren an diesem Abend mit unseren Gedanken beim schwer erkrankten Heinz Jürgens, der diesen Abend als Vizebaas der Mundartfreunde eigentlich moderieren wollte. Ihm widmeten wir den Besuch und wünschten, dass er bald wieder bei uns ist. Gut das wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, dass Heinz Jürgens schon nicht mehr unter uns war
Weihnachtsbaumrichtfest
Aus einer mit dem Bezirksvorsteher Rolf Tups auf dem Schützenfest in 2006 geborenen Idee, entwickelte sich in den letzten Jahren eine wirklich schöne Veranstaltung zu Beginn der Adventszeit. So stellte die Löricker Schützenbruderschaft auf dem kleinen Dorfplatz an der Bonifatiusstraße in 2009 zum 4. Mal einen schönen und mit 400 Glühbirnen toll beleuchteten Weihnachtsbaum auf. Dies nicht genug, auch der Vorplatz der Philippus-Kirche, seit vielen Jahren „baumlos“, hat seitdem ebenfalls einen Lichtblick in der Adventszeit. Zu schaffen war und ist dies natürlich nur mit Hilfe von Sponsoren. An dieser Stelle sprechen wir der Baumschule Schubert aus Angermund sowie den Stadtwerken Düsseldorf für ihre Unterstützung unseren ganz herzlichen Dank aus. Beim Weihnachtsbaumrichtfest auf dem Dorfplatz haben die zahlreichen Kinder einen Riesenspaß, denn durch Vermittlung unseres Bezirksvorstehers Rolf Tups sowie des Leiters der Bezirksverwaltungsstelle 4, Alfred Kranz, kommt an diesem Nachmittag immer die Feuerwehr Oberkassel mit einem großen Leiterwagen. Mit dem fahren Kinder dann auf „Baumhöhe“, um ihre mitgebrachten bunten Päckchen aufzuhängen. Adventliche Musik vom Keller-Orchester aus Heerdt rundete das Geschehen ab. Übrigens können sich alle Interessierten diesen Termin schon jetzt und auch künftig vormerken: Immer am Samstag vor dem 1. Advent!
Schützen auf Glatteis
Ein Event der besonderen Art wartete am 13. Dezember 2009 auf die Löricker Schützen: Zum zweiten Mal veranstalteten die 3. Grenadiere aus Niederkassel ein Eishockeyturnier auf der Eisfläche in Meerbusch-Büderich an der Dorfstraße unter dem Namen „Eis-Elfen-Cup“. Bereits im letzten Jahr hatten unsere Schützen als „Lokomotive Lörick“ mit gutem Erfolg an diesem Turnier teilgenommen. Im Gegensatz zu 2008 gingen die Spieler nicht auf Kufen auf das Eis, sondern in Gummistiefeln! Der Grund hierfür war einleuchtend! Im letzten Jahr wurde die Mannschaft des Ausrichters abgeschlagen vierter und Letzter des Turniers. Das durfte und sollte sich nicht wiederholen. So übten die Cracks aus Niederkassel das Eishockey seitdem auf Gummistiefeln, um sich schon mal einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Diese elementare Änderung des Systems sorgte dafür, dass bewährte Kufenflitzer der Lokomotive Lörick Abstand vom Turnier nahmen. So ging ein völlig neu zusammen gestelltes Team aus Lörick an den Start. Und es kam wie es kommen musste: Sieger wurden die Niederkasseler und gaben den 4. Platz aus dem Vorjahr an die Löricker ab. Gut gekämpft und kräftig angefeuert wehrten sich unsere Cracks tapfer. Um wieder eine gewisses Maß an Chancengleichheit zu schaffen schlagen wir vor, den Eis-Elfen-Cup 2010 auf Holzpantinen durch zu führen. Auch im Rahmen dieses Turniers wurde für einen guten Zweck, nämlich für Emma-Rosa Merzokat aus Niederkassel, die seit 1 Jahr aufgrund eines tragischen Unfalls vom Hals an abwärts gelähmt, gesammelt. Wiederum ein Zeichen dafür, dass Schützen immer auch an die denken, denen es nicht so gut geht.
Titularfest 2010 und Jahreshauptversammlung
Am 7. Februar 2010 war es wieder soweit. Unser traditionelles Titularfest, es findet immer im zeitlichen Zusammenhang mit dem Namenstag unseres Schutzpatrons des hl. Sebastianus statt, stand auf dem Programm. Begonnen wurde der Tag mit einer Kranzniederlegung am frühen Sonntagmorgen am Ehrenmal der Schützenbruderschaft an der Löricker Straße. In seiner kurzen Festansprache erinnerte Ehrenchef Hans-Josef Dahmen an das durch die verheerenden Weltkriege entstandene Leid auf der Welt und fand mahnende Worte zu aktuellen Krisen und kriegsähnlichen Situationen. Gedacht wurde auch mit bewegenden Worten der verstorbenen Schützenkameraden seit dem letzten Titularfest. Alsdann begab sich das Schützenregiment, musikalisch begleitet durch das Bundestambourcorps Rheintreue Büderich, zum Gottesdienst in die Pfarrkirche Maria, Hilfe der Christen. Marschmusik in so frühen Stunden eines Sonntags Anfang Februar ließen manchen Anwohner erstaunt aus dem Fenster schauen, so nach dem Motto, „ja ist denn heute schon Schützenfest?“.
Zelebriert durch unseren Präses Monsignore Herbert Schlömer erlebten wir eine richtige Schützenmesse, in der Pastor Schlömer den Wert und die herausragende gesellschaftliche Stellung der Löricker Schützenbruderschaft in der Gemeinde und im Löricker Gemeinschaftsleben betonte. Nach der Messe wechselten wir in den benachbarten Ludger-Strötgen-Pfarrsaal. Dort stand unsere Jahreshauptversammlung mit etwa 20 Tagesordnungspunkten an. Das übliche Procedere eines Vereins, wenn es um Totengedenken, Begrüßung neuer Mitglieder, Berichterstattung, Kassenlage, geplante Veranstaltungen, Vorausschau auf das Schützenfest 2010 und vieles Weitere geht. Im Mittelpunkt der diesjährigen Generalversammlung stand die Wahl des halben Vorstands an. Kontinuität ist seit vielen Jahren Trumpf bei den Löricker Schützen, ohne dass der Verein Staub ansetzt. Der junge Altersschnitt des Vorstands spricht hier eine deutliche Sprache. Bis auf den 2. Kassierer, Paul Baum, der aus beruflichen Gründen sein Amt aufgeben musste, traten alle anderen Amtsinhaber zur Wiederwahl an. Folgende Kameraden wurden für weitere 4 Jahre in ihren Ämtern mit großer Zustimmung bestätigt:
2. Chef Stephan Speit
1. Kassierer Martin Wendel
2. Geschäftsführer Werner Rieche
1. Schießmeister Heinz Heger
1. Platzmeister Heiner Honert
Oberst Paul Adams
Zum 2. Kassierer für die verbleibende Amtszeit von 2 Jahren wurde Armin Gerz neu gewählt.
Aber natürlich gibt es auch Kritisches zu besprechen. So zum Beispiel die diametral verlaufende Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben unseres Vereins. So schnell wie die fremdbestimmten Ausgaben steigen, können wir mit Überlegungen zu neuen Einnahmequellen kaum reagieren. Und so wiederholte der Vorstand seinen Aufruf an die über 100 anwesenden Vereinsmitglieder, im Freundes- und Nachbarschaftskreis für unsere Gemeinschaft aktiv zu werben, um so unserem Ziel „200“ näher zu kommen. Dahinter verbirgt sich der Wunsch, mittelfristig 200 zahlende aktive Mitglieder in der Löricker Schützenbruderschaft zu haben. Positiv war wiederum die Entwicklung bei unserem Nachwuchs. Dort entsteht seit einigen Jahren Erfreuliches und so sind wir optimistisch, was die Zukunft unserer Gemeinschaft angeht.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen, traditionell Grünkohl mit Mettwurst, standen die Ehrungen unserer Jubilare im Mittelpunkt. So können auf 25 jährige Zugehörigkeit Eric Hengesbach, Dirk Waltemode, Carsten Speit, Jörg Nitsche, Bernd Litges, Reiner Baumann sowie Jörg Hartmann zurück blicken. Bereits 40 Jahre dabei ist Gerald Becker. Das seltene Jubiläum von 60 Jähriger Zugehörigkeit konnten sogar vier verdiente Kameraden der Schiessgesellschaft 1912 feiern: Willi Möller (konnte die Ehrung leider aus Gesundheitsgründen nicht entgegen nehmen), Ferdi Honert, Heinz Wellmans sowie Willi Speit. Letztgenannter hat die Löricker Schützenbruderschaft in der Zeit von 1964-2004 entscheidend als 1. Kassierer, 2. und letztlich 1. Chef geprägt. Heute ist er Ehrenvorstandsmitglied und nach wie vor auf vielen Veranstaltungen mit dabei.
Und so endete eine harmonische Generalversammlung am frühen Nachmittag und ging fließend in den Dämmerschoppen über.
Ach ja, dem guten Brauch bei Generalversammlungen folgend, gab es auch dieses Mal wieder eine Hutsammlung für einen guten Zweck. So konnte unter den über 100 anwesenden Mitgliedern die stolze Summe von 455 € zu Gunsten der bei einer Amokfahrt in Menden/Sauerland ums Leben gekommenen drei Schützenkameraden gesammelt und auf das Spendenkonto beim Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften überwiesen werden.
Osterfeuer 2010
Im Bericht des Pagen- und Amazonencorps an anderer Stelle dieses Festbuches finden Sie eine ausführlichere Schilderung dieser Veranstaltung. Der Vorstand sieht sich auch hier in seiner Strategie bestätigt, andere und anders gelagerte Veranstaltungen für die Löricker Bevölkerung anzubieten. Erstmals vor 5 Jahren als eher interne Veranstaltung auf dem Gelände des ehemaligen Containerdorfes an der Oberlöricker Straße gestartet, hat sich dieser Event unglaublich entwickelt und sehr gut etabliert. Vielleicht liegt der Erfolg dieser Veranstaltung vor allem auch darin begründet, dass dieses Fest nicht überorganisiert ist und mit wenigen Animationen auskommt. Mit den Löricker Pfadfindern als Mitstreiter haben wir den idealen Partner gefunden. Gemeinsam wird ein Osterfeuer klassischer (sprich auf der Grundlage der religiösen und historischen Bedeutung basierend) Prägung auf die Beine gestellt. Es gibt weder Live-Musik noch sonstige lautstarke Vergnügungen. Vielmehr steht die Kommunikation unter den Gästen, begleitet durch selbstgebackenem Kuchen, Kartoffeln aus der großen Pfanne, gegrillten Würstchen sowie kalten und warmen Getränken zu zivilen Preisen im Vordergrund. Die Kinder vergnügen sich beim Stockbrot backen oder bei Spielrunden mit den Leitern der Pfadfinder. Arbeiten müssen an diesem Tag vor allem die Jugendlichen im Verein sowie die Eltern der Pagen und Amazonen. Denn der Reinerlös des Osterfeuers geht vollständig in die Jugendarbeit des Schützenvereins sowie der Pfadfinder. Bei schönem Wetter konnten wir am diesjährigen Ostermontag geschätzte 500 – 600 Besucher begrüßen. Eine ausdrückliche Bestätigung des von uns gewählten Veranstaltungsformats. Da stört es auch nicht, wenn in der linksrheinischen Nachbarschaft bereits am Ostersamstag 2010 bereits zum zweiten Mal versucht wurde, unser erfolgreiches Konzept des Osterfeuers zu kopieren.
RIVV-Cup am 1. Mai 2010
Zu Gunsten von Emma-Rosa Merzokat aus Niederkassel organisierte das am Seestern beheimatete Unternehmen RIVV mit ihrem Geschäftsführer Alexander Kenderdine ein sensationelles Fußballturnier auf Kleinfeldern. 12 Mannschaften gingen an den Start. Aufgrund des kurzfristigen Ausfalls einer Mannschaft stellten die linksrheinischen Schützen, die zu 80% aus Lörickern bestanden, sogar 2 Mannschaften. Später stellte sich heraus, dass die jungen Leute sich doch ein wenig konditionell überschätzt haben. Die ersten Gruppenspiele hatten es wahrlich in sich. Zunächst traf man auf die Traditionself von Rot-Weiß Oberhausen. Trotz beherztem Einsatz und lautstarker Unterstützung der von Stephan Speit mit Fanfaren ausgestatteten zahlreichen Löricker Anhänger, gab es ein glattes 0:7. Schon wurden die bei solchen Debakeln üblichen Mechanismen diskutiert. Ist der Torwart der richtige? Hat der Libero gepennt? Warum treffen unsere Stürmer das Tor nicht? Ist die Mannschaft gar vom Trainer und Manager (Dr. Michael Gottschall, Anm. der Redaktion) falsch eingestellt worden? Fragen über Fragen auf die niemand eine Antwort fand. Das nächste Spiel sollte den weiteren Weg weisen, immerhin ging es gegen die Traditionsmannschaft von Fortuna Düsseldorf mit Cracks wie Markus Anfang, Reinhold Fanz und Dieter Brei. Es sollte das beste Spiel unserer Lokomotive Lörick werden. Mit 0:3 verlor man zwar, erntete aber viel Lob vom Gegner. Die übrigen Spiele sind schnell erzählt, teilweise ging es recht knapp zu, einmal spielte man unentschieden und gegen den späteren Turniersieger „Telefonbau Schneider“ gab es zum Abschluss nochmal eine deftige Klatsche. Vollkommen fertig nach 6 Spielen a´20 Minuten schlichen unsere Stars vom Platz, begleitet vom wohlwollenden Applaus der vielen Fans. Der Vertrag mit dem Trainer und Manager in Personalunion wurde letztlich dann doch nicht aufgehoben. Er soll es auch in Zukunft richten. Nachdem die Löricker ausgeschieden waren, wurde es auch schlagartig ruhiger auf dem Vereinsgelände vom SC West. Apropos ruhig: Im Spiel gegen die Rheinische Post ging es heiß her und die lautstarke Anfeuerung des Schützenteams wurde von einem spielenden Reporter der RP mit den Worten kommentiert „Das hat ja hier Schützenfestniveau!“. Was er uns damit zu verstehen geben wollte, erläuterte er allerdings nicht. Umso ärgerlicher für uns war der glückliche Siegtreffer der RP-Mannschaft in letzter Minute.
Dieses Fußballturnier hat Lust auf mehr gemacht und die Akteure trainieren fleißig weiter, um beim nächsten Mal besser abzuschneiden.
Der Anlass des Turniers wurde ebenfalls eindrucksvoll bestätigt: Für Emma Rosa wurden über 7.000 € an diesem Tag „erspielt“. Dank und Gratulation an den Ausrichter für so viel bürgerliches Engagement.
Dorffest der Löricker Schützen
Etwa 6 Wochen vor dem Löricker Schützenfest veranstalten die Löricker Schützen ihr jährliches Dorffest in Alt-Lörick. 2008 fand dieses erstmals auf dem kleinen und schönen Dorfplatz an der Bonifatiusstraße in unmittelbarer Nachbarschaft des Restaurants Hummerstübchen statt. Der neue Veranstaltungsort ist inzwischen bei den Gästen angekommen, auch wenn die wettertechnischen Rahmenbedingungen seit dem Umzug alles andere als günstig waren. Dieses Dorffest ist ein idealer Treffpunkt für die Löricker Bevölkerung, um mal wieder Nachbarn und Freunde zu treffen, mit den Schützen zwanglos ins Gespräch zu kommen, seine Kinder auf der großen Spiel- und Festwiese gefahrlos austoben und sich dabei kulinarisch verwöhnen zu lassen. Der große Erfolg des Dorffestes in den letzten Jahren hat uns darin bestätigt, dass wir mit dieser Veranstaltung den Geschmack der Löricker treffen. Darüber hinaus haben die Schützen die Möglichkeit, sich ohne Uniform zu präsentieren und ihre Bedeutung für das Löricker Gemeinwohl zu unterstreichen. 2009 fand das Dorffest am 27. Juni statt und wir hatten trotz zunächst schlechten Wetters zahlreiche Besucher. Aus Anlass der Feierlichkeiten rund um die 100 Jahre Eingemeindung der linksrheinischen Stadtteile zu Düsseldorf hatten wir uns ein besonderes Highlight ausgedacht. So traten in einem hochkarätigen Duell 3 Kochteams gegeneinander an. Der Bezirksvorsteher Rolf Tups musste sich im Team mit Bezirksverwaltungsstellenleiter Alfred Kranz mit dem Oberst Paul Adams und Adjutant Helmut Deussen sowie den erprobten „Schützen am Herd“ Thomas Hummelsbeck und Dirk Wendel messen. Überwacht und beurteilt wurde das Szenario von exzellenten Juroren. So konnten wir hierfür den Sternekoch Peter Nöthel, den Fernsehrestaurantkritiker Dave Hensel sowie die amtierende Schützenkönigin Brigitte Strauß gewinnen. Moderiert wurde das Ganze sehr humorvoll und fachkundig von der Lörickerin Sandra Peters, im Hauptberuf WDR-Moderatorin sowie Eric Hengesbach von den Löricker Schützen. Nachdem die Gerichte der 3 Kochteams von den Juroren verputzt waren, ging es dann zur Siegerehrung. Peter Nöthel erläuterte das Votum der Jury und hob hervor, dass alle Kochteams hervorragend Leistungen abgeliefert hätten und die Wahl sehr schwierig gewesen sei. Letztlich setzten sich die „Altstars“ am Herd, Dirk Wendel und Thomas Hummelsbeck, durch und gewannen das Kochduell. Als Lohn für diese Leistung gab es eine Erinnerungsplakette mit gekreuztem Messer und Gabel sowie die Aussicht, einmal Peter Nöthel im Hummerstübchen über die Schulter schauen zu dürfen und vom Sternekoch Tipps für noch bessere Kocherlebnisse zu erhalten. Nachdem die Siegerehrung vorbei war, konnten sich die Kochteams vor hungrigen Gästen kaum retten. In Rekordzeit waren alle Portionen verkauft.
Musikalisches Highlight waren das bekannte Jolly Jazz Orchestra sowie ein Löricker Eigengewächs, Adrian Pauly. Daneben verwöhnten wir natürlich kulinarisch in gewohnter Manier in der Cafeteria, am Grillstand, in der Saftoase von Ulrike Harfmann und natürlich mit kühlen Getränken. Terminlich hatten wir uns in 2009 vom Bücherbummel an der Kö getrennt, da dieser immer mit schlechtem Wetter behaftet ist. Hat nicht wirklich was genutzt, denn bis ca. 17.00 Uhr goss es zum Teil aus Kübeln. Da es jedoch angenehm warm war, konnten wir doch mit zunehmender Dauer mehr und mehr Gäste begrüßen und letztlich feststellen, dass auch dieses Dorffest wieder erfolgreich war. In diesem Jahr fand das Dorffest am 26. Juni 2010, also wieder am gleichen Wochenende wie 2009, statt. Und aller guter Dinge sind 3! Sensationelles Wetter begleitete den Tag. Da zu diesem Zeitpunkt die Fußball-WM in Südafrika noch auf Hochtouren lief, ergab sich hieraus automatisch das diesjährige Motto. 8 Teams aus dem linksrheinischen Gemeinschaftsleben haben bei einem Menschenkickerturnier um den „Cup del Lörick“ gespielt. Sieger wurden in einem spannenden Finale die 3. Grenadiere aus Niederkassel die sich gegen Lokomotive Lörick durchsetzten. Unterstützt wurde dieses Turnier von der Volksbank Düsseldorf/Neuss eG, der wir an dieser Stelle ganz herzlich für ihr tolles Engagement danken. Fußball von der WM gab es natürlich auch in Form von Public Viewing. Ein weiteres Highlight war ein Malwettbewerb, ausgestaltet von der Stadtsparkasse Düsseldorf. Hier haben die Löricker Kinder ihre Lieblingsmotive aus dem Stadtteil zu Papier gebracht. Die Ergebnisse konnten bis zum Ferienbeginn in der Zweigstelle an der Hansaallee bewundert werden. Und die Künstler der schönsten 3 Bilder erhielten noch tolle Preise von der Stadtsparkasse. Kinderschminken und Animation organisierte in diesem Jahr auch die Stadtsparkasse, der wir und hier insbesondere der Zweigstelleleiterin, Sandra Wildschütz, sehr herzlich danken. Zwar kollidierten wir dieses Jahr wieder mit dem Saitta-Fest in Oberkassel, aber da sich die Veranstaltungsformate doch ein wenig unterscheiden, wurden beide Feste mit sehr gutem Besuch für die viele Arbeit belohnt.
Thomas Hummelsbeck