Husaren Schwadron Fidele Löricker
Bemerkenswertes
Das Schützenfest im vergangenen Jahr begann im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Paukenschlag. Selbst in einem vornehmlich traditionell orientierten Umfeld einer Schützenbruderschaft bemühen sich die Verantwortlichen, namentlich der geschäftsführende Vorstand und die Herren des Offizierskorps, Jahr für Jahr um attraktive Neuerungen und Änderungen in der gewohnten Abfolge der Schützenfestereignisse. Unter anderem geschieht dies durch das Erkunden neuer Marschwege, die sich durch die zunehmende Bebauung von Altlörick ergeben haben. Auf diese Weise konnte man von fröhlicher Marschmusik begleitet mit kurzem Seitenblick den adretten Garten des Oberstadjutanten Wolfgang Weis und die schmucken Häuser und Vorgärten auf der Josef-Willecke-Strasse bestaunen.
Zapfenstreich auf dem Dorfplatz
Doch die scheinbar willkürliche Änderung des Marschplans war in Wirklichkeit nur das Vorspiel zu den Ereignissen auf dem Löricker Dorfplatz an der Bonifatiusstrasse. Denn dort hatte das Löricker Schützenregiment in Reih und Glied Aufstellung genommen, um der Darbietung des ‚Großen Zapfenstreiches’ unter freiem Himmel als Symbol für die Eröffnung des Schützenfestes zu lauschen. Historisch gesehen verkündete der ‚Zapfenstreich’ (erste Erwähnung 1596) den Beginn der Nachtruhe und erst in späteren Jahrhunderten wurde dieses Zeremoniell zur Ehrung von Persönlichkeiten durchgeführt. Ein durchaus gelungener Auftakt, der sicherlich in den folgenden Jahren noch stärkeren Anklang in der Bevölkerung finden wird.
Ein Kessel Buntes
Doch die scheinbar willkürliche Änderung des Marschplans war in Wirklichkeit Die Dramaturgie eines Schützenfestes erfordert den Wechsel von ausgelassenen und ruhigen Ereignissen, und so war die feierliche Stimmung, die sich als Folge des tragenden Musikstücks eingestellt hatte, der ideale Kontrast zu den lebhaften, bunten Darbietungen, die bald darauf im Festzelt folgen sollten. Unter dem altbekannten Motto ‚Ein Kessel Buntes’ wurde nun zum 5. Mal eine sehenswerte Show aus eigenen Talenten auf die liebevoll geschmückte Bühne gezaubert. Besonderen Reiz erhielt diese Aufführung durch eine Videoprojektion der ‚Löricker Starparade’, die vor 20 Jahren Massstäbe setzte. Mit Heinz Heger als Howard Caroendale und Markus Kamp als Liza Minelli stellten sich gleich zu Beginn zwei Akteure ins Scheinwerferlicht, die schon vor zwanzig Jahren geglänzt hatten. Fetzig und begeisternd der Auftritt von Alexandra Gerz, Stephanie Johnen, Simone Schulz und Jungschützenbetreuer Michael Janz als Boney M. Dahinter brauchten sich jedoch Sebastian, Marco und Jonas Eisheuer sowie Philipp Häger als YMCA nicht zu verstecken. Christian und Anja Kasber, sowie Wiltrud Eisheuer und Lothar Tups erinnerten in einem Lambada-Feature an die Hits der 80er Jahre. Zum krönenden Abschluss gab es dann Klassisches beim Schwanensee-Balett mit Thomas Hummelsbeck, Heiner Honert, Michael Thorenz und Eric Hengesbach, der zusammen mit Anne Pollak für die organisatorische Leitung und Vorbereitung des Abends war. Die künstlerische Leitung lag wie seit Beginn der Löricker Schützenprogramme in den bewährten Händen von Sussanne von Ameln. Zum Glück wurden die Auftritte nicht nur trefflich mit entsprechender Technikausstattung in Szene gesetzt, sondern auch mit gutem Gespür für die Atmosphäre und die Hobbykünstler moderiert. Diese Aufgabe erfüllte Frank Müller, der wohl der einzige Sänger weit und breit sein dürfte, der die Löricker Hymne noten- und textsicher live vortragen kann, mit Geschick und Souveränität.
Kranzniederlegung am Ehrenmal
Alljährlich beginnen die Löricker Schützen die Feierlichkeiten des Sonntags mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal, das ursprünglich als Wegekreuz (1871) fungierte und in späteren Jahren mit Ehrentafeln für gefallene und verstorbene Mitbürger der beiden Weltkriege versehen wurde. Im Jahre 1929 zum 60jährigen Bestehen der Bruderschaft erhielt das Ehrenmal noch eine in Stein gemeisselte Widmung, die einem Gedicht von Martin Scheiner entnommen wurde und die Absicht einer solchen Gedenkstätte beschreibt:
Wenn Friedenswille ist der Welt beschieden,
Dann sind wir nicht umsonst gefallen.
Die kurze sonntägliche Feierstunde, eine kurze Rast auf dem Marschweg zum Zelt, findet fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Und auch die Schützengesellschaften sind zu solch früher Stunde noch nicht vollzählig angetreten. Der jeweilige Festredner gibt meist einen kurzen Rückblick, stellt einen aktuellen Gegenwartsbezug her und hebt die Bedeutung einer demokratischen Verfassung in Frieden und Freiheit hervor. Im letzten Jahr trat nun Heinz Jürgens, Protektor der Bruderschaft und Vorsitzender des Bürgervereins, in die Mitte und leitete zunächst mit den üblichen Worten seine Ansprache ein. Betroffen machte jedoch die sehr persönliche Darstellung der Ereignisse des 2. Weltkrieges, die ihn zum Halbwaisen machte.
Königsehrentag
Ein solches Innehalten und Besinnen auf die Wurzeln und die Einbindung dieser Bruderschaft gehört naturgemäß zu einem Löricker Schützenfest und bildet die Basis für die fast euphorische Stimmung bei der nachmittäglichen Königsparade vor der Löricker Pfarrkirche.. Zu Ehren der dreifachen Majestäten Willi und Erika Speit hatten die Bataillone Aufstellung zur Königsparade genommen und präsentierten sich unter kundiger und gewohnt komödiantischer Moderation von Heinz Jürgens. Man konnte sich als Beteiligter des Eindrucks nicht erwehren, dass die Anzahl der Ehrengäste, die ein eigenes Bataillon hätten aufmachen können, eine neue Rekordmarke erreichte. Das mag zum einen daran liegen, dass sich die Verantwortlichen mit viel Umsicht und Aufwand seit Jahren um ihre auswärtigen Gäste kümmern, ist aber zum anderen sicher auch dem Umstand zu verdanken, dass Willi Speit in seinen 40 Jahren aktiver Vorstandsarbeit fast alle Brudermeister, Präsidenten und Chefs befreundeter Vereine kennengelernt hat, die ihm auf diese Weise ihre Referenz erweisen wollten.
Ehrungen zum Schützenfest
Anlässlich des Königsehrenabends wurde der Löricker Schütze Heinz Wellmanns mit dem Verdienstorden der Stadt Düsseldorf, dem sogenannten ‚Stadtorden’, für sein jahrzehntelanges Wirken in der Schützenbruderschaft und der Pfarrgemeinde Lörick ausgezeichnet. Diese Ehre wird in Lörick seit den sechziger Jahren traditionell dem scheidenden Regimentskönig zuteil. Doch Willi Speit, der König des vergangenen Jahres, wusste schon bei Amtsantritt, dass er den ihm zugedachten Orden einem verdienten Kameraden weiterreichen würde, denn zum einen bekäme er als meistdekorierter Schütze inzwischen Platzprobleme an seiner Uniformjacke, zum anderen war er als dreifacher Wiederholungskönig schon im Besitz dieser Auszeichnung. Die Laudatio und die Verleihung des Ordens wurde von Oberbürgermeister Joachim Erwin vorgenommen, dessen schwere Krankheit ihn nicht daran hinderte, persönliche Worte der Anerkennung für den Ausgezeichneten zu finden. Trotz vorgerückter Stunde war die Aufmerksamkeit der Besucher im Festzelt beispielhaft. Ausdrücklichen Wert legte der OB auf das Engagement der Bürger für ihr Lebensumfeld, denn man könnte es einem Stadtteil ansehen, ob sich die Bürger ehrenamtlich einsetzten. An Heinz Wellmanns gewandt dankte er ihm besonders für seine Tätigkeit im Krankenbesuchsdienst der Pfarre; schliesslich könne er aus eigener Erfahrung die Wichtigkeit dieses Dienstes einschätzen, denn im Krankenhaus zu liegen sei langweilig.
Königsschiessen
Seit der Reformation des Schützenfestablaufes in den 90er Jahren, stellt der Königsehrenabend, der gleichzeitig Höhepunkt und Ende eines Schützenjahres ist, eine Art Zäsur dar. Das Jungschützenkönigspaar Philipp Meseck mit Königin Deborah Kippels und das Regimentskaiserpaar Willi und Erika Speit erhalten die gebührende Aufmerksamtkeit und die Anerkennung der versammelten Festgemeinde. Seit einigen Jahren ist es Sitte, dass der scheidende Könige einige Abschiedsworte an seinen Untertanen richtet. Auch in diesem Jahr nutzten beide Regenten diese einmalige Gelegenheit, Dankesworte für ihre Königin, den Hofstaat und die Kompaniekameraden zu finden. Nach diesem letzten offiziellen Auftritt ist das Regiment am nächsten Morgen beim gemeinsamen Frühstück im Festzelt erst einmal ‚königslos’ und kann in sich Ruhe auf die nächsten Majestäten einstellen. Dieser Dramaturgie wird auch bei der Ermittlung des Pagenkönigs gefolgt. Zwar geht das eigentliche Schiessen, das in Form eines sportlichen Wettkampf auf Schiessscheiben ausgetragen wird, schon am Sonntag über die Bühne, aber Schiessmeister Heinz Heger hält die Ergebnisse bis zur offiziellen Verkündung beim Regimentsschiessen unter Verschluss. Mit Blick auf die Leistungsdichte der Ergebnisse darf wohl mit Fug und Recht behauptet werden, dass von allen Königstiteln, die in Lörick ausgeschossen werden, der des Pagenkönigs am schwierigsten zu erlangen ist und sportlich am höchsten einzuschätzen ist. Im letzten Jahr gelang dies Mirjam Feldschen, die inzwischen mit ihrer Gesellschaft ‚Löricker Mädels’ als vollwertiges Mitglied dem Regiment beigetreten ist. Mirjam ist das dritte Mädchen, das Pagenkönigin in Lörick wurde. Als Begleiter wählte sie sich den ehemaligen Pagenkönig (2005) und Ex-Kindertonnenbauern Alexander Eisheuer.
Jungschützenkönigspaar Sebastian Eisheuer und Marijke-Lena Meseck
Schon vor Jahren hatte es eine Aufstellung gegeben, die eindrucksvoll belegte, dass die Familie Eisheuer sowohl bei der Anzahl der Mitglieder als auch beim Erwerb der Königswürde der Pagen und Jungschützen führend im Löricker Schützenregiment ist.
1970 Hans-Willi Eisheuer Pagenkönig
1979 Hans-Willi Eisheuer Jungschützenkönig
1980 Peter Eisheuer Jungschützenkönig
1997 Sebastian Eisheuer Pagenkönig
2003 Jonas Eisheuer Pagenkönig
2005 Alexander Eisheuer Pagenkönig
2007 Sebastian Eisheuer Jungschützenkönig
2008 Marco Eisheuer Jungschützenkönig
Dieser imposanten Auflistung hat Sebastian Eisheuer, der inzwischen 1. Schriftführer der Löricker Jungschützen ist, ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Man darf darauf wetten, dass das nicht der letzte Coup dieser Schützenfamilie ist. Verwaltungstechnisch gehören sie zwar zu Meerbusch, aber die Löricker Schützenbruderschaft – gegründet als ‚Schüzenverein von Ober- und Niederlörick’ im Jahre 1869 – schert sich zum Glück nicht um die Gebietsreform aus dem Jahre 1909. Wie sollte man sonst einem auswärtigen Besucher oder neu hinzugezogenen Mitbürger erklären, dass der große Schützenumzug am Sonntag mit Begeisterung den langen Weg nach Niederlörick tief hinein in Meerbuscher Stadtgebiet auf sich nimmt?
An der Seite von Sebastian repräsentiert Marijke-Lena Meseck, die Schwester des Exjungschützenkönigs und inzwischen zum Jugendpolitiker im Stadtrat avancierten Philipp Meseck.
Regimentskönigspaar Arnold und Uschi Stender
Als sich die erste Aufregung nach dem Königsschuss gelegt hat und die ersten hundert Gratulanten zum Zuge gekommen sind, hiess es für das Regiment Aufstellung zu nehmen, um der improvisierten Residenz des neuen Königs im Kanu- und Yachtclub auf dem Deich einen Besuch abzustatten. Das bescherte den bis dahin standfest gebliebenen Schützenkameraden neuen Erfahrungen, denn um einem drohenden Unwetter zuvorzukommen, ließ Oberst Paul Adams das Regiment im Gänsemarsch durch den im Volksmund ‚Schieberweg’ genannten Pfad ziehen. Die Wahl seiner Residenz hat Arnold durchaus mit Bedacht vorgenommen, denn schliesslich war er seit 1967 Trainer und Jugendwart des auf dem Löricker Deich ansässigen Kanuclubs. Manch hoffnungsvollem Jungtalent – beispielsweise Paul Pommerening, Wolfgang Schwarz oder Thomas Pauly - hat er dort die Technik und Taktik des Kanurennsports beigebracht. Seit dieser Zeit wohnt er in Lörick und hat wenig später seine Frau Uschi geheiratet. Den Weg in die Löricker Schützenbruderschaft fand er erst auf Umwegen, denn zunächst hatten ihn seine Nachbarn Kajo Schmitz und Willi Stammen erfolgreich für die Sappeure werben können, denen er schon im Jahre 1971 beitrat. Er war dort ein überaus aktives und vorbildliches Mitglied, sonst hätten sie ihn nicht zum Spieß der Gesellschaft gewählt. Überdies wurde er im Jahre 2006 anlässlich des Düsseldorfer Schützenfestes von OB Joachim Erwin mit dem Stadtorden der Landeshauptstadt für besondere Verdienste im Schützenwesen ausgezeichnet.
Schon lange war auf Löricker Schützenfesten im Umkreis der Gesellschaft Löricker Jonges zu sehen, aber erst zu deren 50jährigen Gründungsjubiläum im Jahre 1998 nahm er auf Vermittlung von Alfred Feldmann, seines Kompaniekameraden bei den Sappeuren und den Löricker Jonges, aktiv teil. Dabei war die ganze Aktion – zumindest von Arnolds Seite - zunächst nur als einmalige Ausnahme gedacht. Doch die damaligen ‚Aushilfsschützen’ Conny Eich, Ralph Jungheim und Arnold Stender sind inzwischen fester Bestandteil der Gemeinschaft geworden. Letzterer hat es in gerade einmal zehn Mitgliedsjahren geschafft, zweimal Kompaniekönig zu werden. Arnold und Uschi Stender haben ihre Königsplakette mit den Symbolen ihrer beiden Schützengesellschaften gestalten lassen: dem Händedruck vor einer aufgehenden Sonne (Löricker Jonges) und den gekreuzten Beilen mit dem Tschako der Sappeure. Auch bei der Auswahl ihres Hofstaates haben sie neben Sohn Martin beide Gesellschaften bedacht, so dass es bei den diesjährigen Königsparaden ein Wiedersehen mit vielen ‚alten’ Bekannten aus den Zeiten der ‚Löricker Sappeure’ geben wird.
Löricker Schützen und die (hohe) Geistlichkeit
Etwas despektierlich könnte man formulieren, dass sich im Gefolge von Arnold Stender die hohe Geistlichkeit in Lörick einfand. Denn dass im Jahre 2005 der Bundespräses Dr. Heiner Koch mitten in der heissen Vorbereitungsphase des Weltjugendtages den Löricker Schützen einen überraschenden Besuch abstattete und die Festmesse im Zelt zelebrierte, um sich eigenen Worten zufolge, auf diese Weise einmal eine willkommene Auszeit von seinem Amt als Generalsekretär zu nehmen, ist in der Tat den guten Beziehungen zu Arnold Stender zu verdanken. Als Arnold 1992 Kompaniekönig der Sappeure wurde, hielt deren Präses Heiner Koch, damals noch Hochschulpfarrer und Leiter der Erwachsenenseelsorge im Generalvikariat die launige Laudatio. Seit dieser Zeit scheint es ein gutes Einvernehmen zwischen beiden zu geben und auf Arnolds Frage, wann er denn mal als Bundespräses nach Lörick käme, erhielt er zur Antwort: ‚Wenn Du König wirst!’. Zwar hat er dieses Versprechen schon eingelöst, als er Arnolds Regentschaft als Kompaniekönig der Löricker Jonges (2004/2005) zum Anlass für seinen 1. Besuch in der Provinz nahm. Aber wir stellen uns vor, dass die gegenseitige Neckerei in ähnlicher Weise fortgesetzt wurde:
Koch: ‚Arnold, Du hast mich ja ganz schön hereingelegt mit Deinem Königsjahr. Ich bin zwar gerne nach Lörick gekommen, aber Du warst ja lediglich Kompaniekönig. Wann warst Du denn einmal ein richtiger Regimentskönig?’.
Auf die passende Antwort, die schneller als erwartet von der Wirklichkeit eingeholt wurde, brauchte er wohl nicht lange zu warten.
Stender: ‚Wenn Du Bischof wirst!’
Inzwischen ist Dr. Heiner Koch zum Weihbischof im Erzbistum Köln ernannt worden. Dass er als Düsseldorfer in Köln Furore macht, unterstreicht nochmals eindrücklich die Tatsache, dass die Kölner Prinzengarde ihn zu ihrem Regimentsbischof erwählt hat. Wir hoffen mit Regimentskönigspaar Arnold und Uschi Stender, Ihn auch in diesem Jahr beim Löricker Schützenfest mit begrüssen zu können.
Weihbischof und Bundespräses Dr. Heiner Koch
60-jähriges Jubiläum der Schützengesellschaft Löricker Jonges
Die Platte des Königsvogels war nach erfolgreichem Schuss gerade erst zu Boden gesegelt, da kommentierte ein langjähriger Schütze das Ereignis anerkennend mit den Worten: Eins muss man den Löricker Jonges lassen. Sie wissen, wie man ein Jubiläum feiert!’ Denn schliesslich feiern sie in diesem Jahr ihr 60jähriges Gründungsjubiläum und stellen mit Arnold Stender zum 10. Mal den Regimentskönig in Lörick. Und dass sie solche Feste standesgemäß begehen können, haben sie schon bei ‚kleineren’ Jubiläen eindrucksvoll nachgewiesen. So wurde zur Vorbereitung ihres 40jährigen Jubiläums mit eigenem Festzelt zum ersten Mal in Lörick ein Dorffest organisiert. Die meisten Mitglieder der Gesellschaft sind seit Jahrzehnten, einige sogar seit der Gründung, die im Oktober 1948 in einer Scheune von Johann Weyen stattfand, dabei. Aktive Gründungsmitglieder:
Heinz Deuster, Josef Fragen, Günter Lukowski, Bruno Pommerening und Willi Tups
In dieser ersten turbulenten Versammlung wurde zunächst lange aber erfolglos über die Namensgebung diskutiert. Weil sie von den anderen Schützen sowieso die ‚Jonges’ oder gar die ‚Rotzige’ genannt wurden, setzte sich Hubert Hermes, der damaligen Schützenchef, für den Namen ‚Löricker Jonges’ ein.
Für die Schützenbruderschaft Lörick ist die Gesellschaft seit Jahrzehnten eine tragende Säule, denn seit 1960 wirkt sie im geschäftsführenden Vorstand der Schützen, im Pfarrgemeinderat, im Kirchenvorstand und vielen weiteren ehrenamtlichen Aktivitäten abseits des Rampenlichts. Stellvertretend seien an diese Stelle die ehemaligen und aktiven Vorstandsmitglieder genannt: Josef Dahmen (34 Jahre 1. und 2. Chef), Willi Tups (2. Chef), Michael Becker (1. Geschäftsführer), Hartmut Gronert (1. Geschäftsführer). Auch im privaten Umfeld zeichnet die Mitglieder ein ausgeprägter Hang zu Konstanz und Kontinuität aus, denn inzwischen befinden sich 7 Goldhochzeitspaare in ihren Reihen.