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Der neue Vorstand des Bürgervereins Düsseldorf-Lörick
Nachdem unsere beiden Vorsitzenden im Jahr 2009 tragischerweise innerhalb von nur 6 Wochen verstorben sind (Näheres lesen Sie hierüber im nachfolgenden Geschäftsbericht) wurden wir am 28.04.2010 auf der jährlichen Hauptversammlung als neuer Vorstand des Bürgervereins Düsseldorf-Lörick e.V. gewählt.
Unsere bisherigen Aktivitäten werden wir in der bewährten Form fortsetzen, uns aber auch modern und zeitgemäß präsentieren. Den Anfang haben wir mit dem Aufbau einer eigenen Webseite – » www.BV-Duesseldorf-Loerick.de – gemacht. Hier können Sie sich über die Aktivitäten des Bürgervereins, aber auch über Düsseldorf-Lörick und seine Geschichte informieren.
Bei der virtuellen Entdeckungsreise wünschen wir Ihnen heute schon viel Spaß.
Unser Apell an Sie:
Um die Interessen der Löricker Bevölkerung bzw. unseres Stadtteils gegenüber Politik, Behörden, Ämtern und anderen Institutionen wirkungsvoll vertreten zu können, benötigen wir die Unterstützung von möglichst vielen Mitgliedern. Wir möchten daher auch an dieser Stelle den Appell an Sie richten: werden Sie Mitglied unseres Vereins, je mehr Bürger wir vertreten, umso überzeugender können wir auftreten.
» Unterstützen Sie uns, werden Sie Mitglied!
Vielen Dank!!!
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Geschäftsbericht 2009
Wie bereits in den letzten 2 Jahren von Heinz Jürgens eingeführt, möchte ich diese „nun bewährte Tradition“ fortsetzen, indem ich Ihnen den Geschäftsbericht, der sich auf die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2009 konzentriert, vorstelle.
Vor 100 Jahren wurden die linksrheinischen Gebiete inkl. Lörick von der Stadt Düsseldorf eingemeindet. Man entschied sich mehrheitlich für diese Lösung und Neuss hatte das Nachsehen. Dieses Jubiläum wurde primär in Heerdt – denn das war damals der Ort des Geschehens – in der Zeit vom 27.3. bis 1.4.2009 groß gefeiert und vom dortigen Bürgerverein hervorragend organisiert. Viele Löricker und auch Vertreter der Schützen und unseres Vereins waren bei den verschiedensten Veranstaltungen präsent.
Am 2.7.2009 traf uns, den Bürgerverein der 1. Schicksalsschlag in diesem Berichtsjahr.
Rudi Winter, der dem Verein u.a. mehr als 25 Jahre als 2. Vorsitzender gedient hat, starb an den Folgen eines schweren Herzinfarktes, den er wenige Tage zuvor erlitten hatte. Rudi Winter war in seinen besten Jahren für unseren Verein außerordentlich aktiv. So haben wir ihm u.a. den St. Martinszug und auch das jährliche Herbstkonzert im Haus Lörick zu verdanken. Beides – auch heute noch geschätzte Veranstaltungen – im ersten Fall natürlich von der jüngeren, im 2. Fall primär von der älteren Generation.
Ich selbst wurde in der nächsten Vorstandssitzung, zumindest kommissarisch, zu seinem Nachfolger gewählt, nicht ahnend, was dadurch auf mich zukommen würde.
Am 3.7.2009, einen Tag nach der Todesnachricht, wurde Lörick zum 2. Mal innerhalb von 11 Monaten von einem verheerenden Unwetter heimgesucht. Innerhalb von einer ½ Std. setzten sintflutartige Niederschläge weite Teile unseres Ortsteils unter Wasser. Unendlich viele Keller und auch Souterrainräume wurden förmlich geflutet. Betroffen waren auch Haus Lörick, der Supermarkt, sowie das Dominikus Krankenhaus in Heerdt. Schnell machten sich Unmut, ja auch Wut und Verzweiflung breit, insbesondere bei den Mitbewohnern, die innerhalb von knapp einem Jahr erneut betroffen waren, mit teilweise erheblichen finanziellen und materiellen Folgen. Heinz Jürgens und ich haben uns in dieser Situation an den Oberbürgermeister gewandt, mit dem Erfolg, dass mehrere Vertreter des zuständigen Stadtentwässerungsbetriebes uns im September hier in diesem Saal vor erfreulich vielen Besuchern Rede und Antwort standen. Sie konnten uns wertvolle Ratschläge geben, wie wir unsere Häuser in Zukunft besser schützen können. Gleichwohl gingen viele Löricker frustriert nach Hause, denn die Kernaussage war: Vor Unwettern dieser Art - zweifelsfrei hat es sich tatsächlich um eine außergewöhnliche Naturkatastrophe gehandelt - gibt es keinen absoluten Schutz.
In diesem Zusammenhang möchte ich aber darauf hinweisen, dass der zuständige Regierungspräsident bereits im Jahre 2002, d.h. vor 8 Jahren, die Stadt Düsseldorf bzw. in diesem Fall die Landesregierung darauf hingewiesen hat, dass die Düsseldorfer Kläranlagen bereits am Rand ihrer Kapazität arbeiten und dass im Fall der damals angedachten Errichtung eines olympischen Dorfes mit auch in Zukunft verbleibenden neuen 5000 linksrheinischen Bewohnern der Bau einer neuen Kläranlage zwingend erforderlich ist. Es ist also keinesfalls so, als bestünde hier für die Stadt Düsseldorf kein Handlungsbedarf, denn die Zahl 5000 ist doch inzwischen sicherlich auch ohne Olympia erreicht worden.
An diesem von ihm noch selbst initiierten Abend war unser 1. Vorsitzender, Herr Heinz Jürgens, bereits tot. Er verstarb am 20.08.2009, ca. 1 Woche nach einer Operation. Alle - die wir in den Tagen danach mit ihm sprechen konnten – glaubten, dass er diese längst überstanden hätte.
In Windeseile verbreitete sich diese unfassbare Nachricht. Lörick wurde, so hat es mein Kollege Thomas Hummelsbeck, Chef der Löricker Schützen, hier in der Trauerfeier treffend formuliert, von einem kollektiven Schock erfasst.
Leute, wie meine Frau und ich, die wir das Glück hatten zumindest in den letzten 10 Jahren zu seinem näheren Umfeld zu gehören, waren wie gelähmt. Unvorstellbar in diesen Tagen, wie ein Bürgerverein ohne Heinz Jürgens weiter existieren kann. Ähnlich hat es Engelbert Oxenfort für die zahlreichen Düsseldorfer Mundartfreunde formuliert.
In der Wahrnehmung der Bürger reduzierte sich der Bürgerverein auf die Person Heinz Jürgens und das war auch gut so. Niemand hat ihm das geneidet, tatsächlich haben aber - und das ist sicherlich für Sie keine Überraschung - hinter ihm in der 2. Reihe eine Handvoll hilfreicher Geister all die Jahre engagiert gearbeitet und mit ihren individuellen Fähigkeiten zu der Erfolgsstory beigetragen. Nur so war es möglich, dass quasi aus dem Stand das als nächstes anstehende Herbstkonzert 2009 erstmalig von meiner Frau Lilly und auch von Frau Feller, wenn ich das in aller Bescheidenheit sagen darf, mit großem Erfolg organisiert und moderiert werden konnte.
Als letztes großes Ereignis wurde traditionell das St. Martinsfest – wie in all den Jahren zuvor – hauptverantwortlich von unserem Vorstandsmitglied Joachim Tintemann organisiert. Auch diese Veranstaltung ist nur möglich durch das vorbildliche Zusammenwirken vieler ehrenamtlicher Helfer, für die ich stellvertretend die Löricker Schützen, Mitglieder unseres Vorstandes und Vereins sowie zahlreiche Sammlerinnen und Sammler nennen möchte. Gerade diese wohltuend unkomplizierte Zusammenarbeit macht deutlich , wie erfreulich groß der Zusammenhalt in unserem Ortsteil ist. Sei noch erwähnt, dass die neue Wegänderung des Martins-Zuges gut angenommen und akzeptiert worden ist. Hiervon profitiert vor allen Dingen die „Rosensiedlung“.
Bei all diesen Ereignissen haben wir aber nicht vergessen, wie gewohnt, die Altenclubs der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde finanziell zu unterstützen. Selbstverständlich haben wir – wie in den vergangen Jahren – auch 2009 für unser Schützen- und Heimatfest
€ 1.100,00 gespendet.
Betroffen gemacht hat uns ein Hinweis von Alfred Kranz, der zu berichten wusste, dass es auch an den linksrheinischen Schulen Kinder bzw. deren Eltern gibt, die sich den angebotenen Mittagstisch finanziell nicht leisten können. Die zuständige engagierte und kompetente Mitarbeiterin Frau Biesling vom Jugendamt, die für die betroffenen Schüler eine sog. aus Spendengeldern finanzierte Kindertafel organisiert, wusste von erschütternden Einzelfällen zu berichten. Wir haben daraufhin beschlossen, überschüssige Mittel aus der St. Martinsspendensammlung – sollten sie dann anfallen – gezielt für Schüler an der Wickrather und auch an der Realschule Lewittstraße einzusetzen. Wenn wir an dieser Stelle dabei helfen können, konkrete und - wie ich finde - beschämende Not zu lindern, wäre das eine schöne neue Aufgabe für den Bürgerverein.
Meinem Rechenschaftsbericht haben sie u.a. entnehmen können, dass wir den grundsätzlichen Kurs des Bürgervereins auch nach dem Tod unseres 1. und 2. Vorsitzenden nicht geändert haben. Das wäre auch in der Kürze der Zeit nicht möglich oder auch nötig gewesen, galt es doch zunächst „den Laden zusammen zu halten“ und uns neu aufzustellen.
Für den Fall, dass Sie sich entschließen sollten, die vorgeschlagenen Vorstandsmitglieder zu wählen, können wir Ihnen aber auch für die überschaubare Zukunft Kontinuität zusichern. Das schließt natürlich nicht aus, dass wir uns neuen sinnvollen Betätigungsfeldern zuwenden, sollte dies erforderlich werden (siehe Kindertafel).
Im übrigen kann ich Ihnen mitteilen, dass uns Frau Renate Brell, die als neue Schrift-/Geschäftsführerin kandidiert, ins Internetzeitalter katapultieren wird, d.h. wir werden endlich kurzfristig eine Webseite eröffnen.
Zum Schluss bitte ich Sie, sich kurz zu erheben, um der verstorbenen Mitglieder zu gedenken.
Dies war der vorgetragene Geschäftsbericht vom 28.04.2010
Horst Seidenberg
1. Vorsitzender