Liebe Schützenkameradinnen und –kameraden,
liebe Gäste des Löricker Schützenfestes,
die Zeit vergeht wie im Flug und das (Schützen-)Leben bringt Veränderungen. Unter diesem Motto wollen wir heute auf ein ereignisreiches Jahr des Löricker Schützennachwuchses zurückblicken.
Das Schützenfest 2008, für die große Schar der Schützenkinder aus vielen Gründen ein anderes als sonst. Dass unsere Jüngsten inzwischen fester Bestandteil des freitagabendlichen Bühnenprogramms zum Schützenfestauftakt sind, darüber sind wir sehr froh und stolz. Unser Nachwuchs hat deshalb die Chance genutzt, das abgelaufene Schützenjahr einmal aus deren Sicht Revue passieren zu lassen.
Erstmalig von der kompletten Löricker Schützenjugend verantwortlich organisiert und durchgeführt, war die Show im Festzelt der Hammer. Unsere Eltern und auch die gesetzten Herren des Vorstands waren ja anfänglich sehr skeptisch und auch am Veranstaltungstag nicht ohne Schweißperlen im Gesicht(aus Angst!). Alles vollkommen unbegründet. Wir von der Jugendabteilung –dazu zählen wir uns natürlich auch- haben es einfach drauf. Ein sensationelles Programm, launig moderiert von Olli Möhker und Christian Kasber, zog das Publikum in seinen Bann. Ob DJ Ötzi, Kelly Family, Bata Ilic, David Hasselhof, Take That, Spice Girls oder Dschingis Khan. Es waren alles echte Knüller und wahre Begeisterungsstürme waren der verdiente Lohn.
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Trotz dieser Anstrengungen, das Programm dauerte immerhin bis weit nach 23.00 Uhr, waren wir an den beiden folgenden Tagen zu den Umzügen durch unseren schönen Stadtteil Lörick wieder topfit. Und Gott sei Dank regnete es im letzten Jahr nicht. Normaler weise müssen wir ja nach den Festumzügen und einigen Runden über den Kirmesplatz meist immer relativ früh nach Hause. Denn schließlich wollen unsere Eltern ja auch noch ein wenig ohne uns feiern. In 2008 war das allerdings völlig anders. Am Sonntagabend stand für die Pagen und Amazonen ein gaaaanz wichtiger Programmpunkt auf dem Plan. Es ging um unseren Schützenkameraden Fynn. Er kämpft seit Anfang 2008 gegen eine furchtbare Krankheit, unsere Eltern nennen sie Gehirntumor. Hört sich schon furchterregend an. Aber unser Fynn ist einer von der mutigen und kämpferischen Sorte und stellte sich diesem blöden Tumor gegenüber. Seine Mama, die Bianca, sorgte durch unermüdlichen Einsatz dafür, dass Fynn zu einer ganz wichtigen Behandlung nach Boston in Amerika fliegen konnte. Dort war er auch während des Schützenfestes. Aber an diesem Sonntagabend hat er bestimmt gespürt, dass wir alle an ihn dachten. Unsere Pagenbetreuerinnen Gabi und Monika hatten nämlich, als sie von Fynn´s Schicksal erfuhren, eine tolle Idee. Diese Krankheit ist ja für sich genommen schon schlimm genug. Aber wenn dann noch das Geld für wichtige Behandlungen fehlt kann man schon verrückt werden. Heilen konnten wir Fynn nicht, aber vielleicht dann dabei helfen, wieder gesund zu werden. Und so begannen wir, Geld für ihn zu sammeln. Zum Dorffest Mitte Juni 2008 starteten wir die Aktion „Büroklammerkette“. Für 50 Cent konnte jeder eine symbolische Büroklammer kaufen. Diese Büroklammern sollten dann zu einer möglichst langen Kette aneinander gesteckt werden, um so unsere Verbundenheit mit Fynn zu symbolisieren. Wir waren optimistisch, auf diese Art und Weise vielleicht so 1.000 – 2.000 € zusammen zu bekommen. Schon zum Auftakt beim Dorffest wurden unsere Erwartungen weit übertroffen. Trotz fürchterlichen Wetters bei diesem Fest kamen über 1.000 € zusammen. Unsere Nachbarn aus Niederkassel hatten Wind von dieser Aktion bekommen und sofort ihr großes Spendenherz geöffnet. So kam innerhalb kürzester Zeit schon richtig viel Geld zusammen. Aber bis zum Schützenfestsonntag sollte es ja noch weitergehen. Und so sammelten wir fleißig weiter, die Schützen spendeten zum Kirmesauftakt reichlich, die Königspaare Arnold und Uschi, Sebastian und Marijke sowie Mirjam und Alexander verzichteten auf persönliche Geschenke am Königsehrenabend und baten stattdessen um eine Spende für Fynn. Am Kirmessamstag gab es dann eine spezielle Verlosung mit gestifteten Preisen für Fynn. Dieser wahre Geldregen war natürlich auch Belastung! Denn Monika und Gabi mussten ja die vielen Büroklammern, die stündlich neu gekauft wurden, an die Kette heften. Mann oh Mann! Die Beiden haben nachts bestimmt schon von Büroklammern geträumt.
Und dann war es soweit. Sonntag, 2. August 2008, um 20.15 sollte unser großer Auftritt sein. Alle 50 Schützenkinder hatten sich im Zelt versammelt und waren meganervös. Aber was passierte dann? Wir mussten noch länger warten! Warum? Wieder einmal brachten unsere Nachbarn aus Niederkassel den Ablauf durcheinander. Unser Schützenchef Thomas Hummelsbeck hatte sich bequatschen lassen, erst die „Goldene Mösch“ –so ein komischer, mit Blumen verzierter Holzvogel auf einer Stange- mit der Niederkasseler Königskompanie und in Begleitung Krach machender Musiker auf die Bühne zu lassen. Es wäre wichtig, sagte man uns. Monika und Gabi waren so richtig sauer! Typisch, auf die Belange der Kinder wird wie immer keine Rücksicht genommen. Aber die Aufregung legte sich schnell, denn unsere Niederkasseler Freunde hatten nämlich noch 500 Büroklammern mitgebracht. Wow!! Aber dann war unser Auftritt. Wir schleppten die mit weißen und grünen Bändern dekorierte riesige Büroklammerkette auf den Thron. Als unser Schützenchef die aktuelle Spendensumme von fast 6.600 € bekannt gab, tobte orkanartiger Applaus durch das Festzelt. Den hat Fynn bestimmt noch in Boston gehört. Als Bianca, Fynns Mutter, wenig später von der Aktion im Zelt und der gesammelten Summe hörte war sie sprachlos –auch vor Dankbarkeit über so viel Anteilnahme-.
Inzwischen geht es unserem Fynn schon viel besser und wir alle hoffen, dass er diese furchtbare Krankheit besiegt hat.
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Am Schützenfestmontag gab es für uns Kinder dann ein richtig tolles Programm. Zunächst mussten wir mit den Erwachsenen möglichst brav im Zelt essen und trinken um dann mit Gabi und Monika, unterstützt durch den Schützenchef Thomas Hummelsbeck –der schnorrt immer Geld für uns Kinder bei den Erwachsenen- über die Kirmes zu bummeln. Es gab Freifahrten auf dem Skooter, Drachenbahn und Kinderkarussell. Pfeilwerfen, Entenangeln und was die Kirmes sonst so bietet. Und wenig später war es dann soweit: Wer wird neuer Pagenkönig oder Pagenkönigin? Die Jungens waren sich wie üblich siegessicher. Die Mädels vornehm zurückhaltend. Als dann das Ergebnis von Heinz Jürgens –dem Protektor der Löricker Schützen und früheren Lehrer (davon hat er bestimmt die laute Stimme!)- bekannt gegeben wurde, gab es wieder viele traurige Gesichter. In 2008 vor allem wieder bei den Jungens! Sabrina Fischer hat es im letzten Jahr ihrer Zugehörigkeit zu den Amazonen –mit 14 Jahren ist man nämlich bei den Jungschützen- geschafft und die Konkurrenz aus dem Feld geschlagen. Bei der Krönung war die Sabrina dann gar nicht mehr cool und vergoss eine Flut an Freudentränen. Zum Begleiter wählte sie mit Alexander Eisheuer einen in jungen Jahren schon versierten Schützen.
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Abends durften wir dann schon wieder länger auf der Kirmes bleiben. Eine Idee von Gabi und Monika –super Einfall!-. Wir hatten nämlich erstmals, so wie die Großen, Pokale auf unserer Laseranlage ausgeschossen. Und die sollten im großen Festzelt am letzten Abend verteilt werden. Sichtlich stolz nahmen die Mädels und Jungs ihre Pokale und Medaillen unter dem tosenden Beifall der Löricker Schützenfamilie auf dem Thron entgegen. Mein Gott, war das aufregend!!
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Und dann war unsere Löricker Kirmes auch schon vorbei. Schade.
Aber es gab ja noch neben dem Schützenfest einen weiteren Höhepunkt im August. Unsere zweite Wochenendfahrt auf den Poenenhof in Uedem am Niederrhein. Aber dieses Mal ohne Paddeln auf der Niers –sonst hätten die Erwachsenen auch alleine fahren können-. Wir kannten ja schon diesen urigen Bauernhof mit seiner großen Scheune, in der wir die Nacht verbracht haben. Gestärkt mit Pfannkuchen ging es bei herrlichem Sommerwetter in den nahegelegenen Freizeitpark „Irrland“. Dort tobten wir uns viele Stunden aus, unterbrochen nur von Getränkepausen. Am Abend gab es dann auf dem Poenenhof leckere Würstchen vom Grill und warmes Brot mit Kräuterbutter. Mann, waren wir hinterher satt. Die Erwachsenen hatten sich aus Lörick diese braune Brause, die sie Altbier nennen, mitgebracht. So hatten wir unsere Ruhe und konnten noch viele Stunden durch das Heu toben oder mit den vielen Tieren spielen. Und wie schon in 2007 waren wir Zeugen einer Geburt. Ein kleines Kälbchen kam auf die Welt, und das unter tatkräftiger Hilfe eines Löricker Schützenkindes. Niclas Bajon zog auf Anweisung des Bauern Derksen kräftig an den Hinterbeinen. Dank dieser Geburtshilfe verlief die Aktion komplikationslos und das Kälbchen wurde auf den Namen „Hubertine“ getauft. Als es am nächsten Tag gegen 14.00 Uhr wieder Richtung Lörick ging, waren alle Kinder traurig, dass es schon wieder so schnell vorbei war. Aber in 2009 soll es ja wieder einen Kinderausflug geben!
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Auf den Drachentag, der traditionell an Allerheiligen auf den Rheinwiesen bei Mönchenwerth stattfindet, haben wir 2008 verzichtet. Das Wetter war leider wieder einmal viel zu schlecht. Dafür trafen wir uns am Samstag vor dem 1. Advent auf dem Dorfplatz in Alt-Lörick zum inzwischen traditionellen Aufstellen des großen Weihnachtsbaumes. Jeder hatte bunte Päckchen mit dabei und als dann endlich der große Leiterwagen der Feuerwehr um die Ecke bog, war die Freude groß. Jeder konnte im Fahrkorb nach oben sausen, um sein Päckchen an den wunderschönen Weihnachtsbaum zu hängen. Leckere Waffeln und Kinderpunsch gab es auch noch und die Schützen haben mal wieder für einen guten Zweck gesammelt. Ist schon eine coole Truppe!! Fynn war an diesem Tag auch da! Mit seiner Mutter Bianca. Unser Schützenchef sowie Gabi Eisheuer nutzten die Gelegenheit, um den beiden symbolisch das gesammelte Geld zu überreichen. Bianca war tief berührt und bedankte sich bei allen für die tolle Unterstützung.
So ging ein schöner Tag und ein ebenso schönes Jahr 2008 zu Ende und jeder freute sich schon jetzt auf ein Wiedersehen in 2009!
Anlässlich des 4. Löricker Osterfeuers war es dann soweit. Da wir immer wiederkehrende Dinge, also mehr oder weniger Rituale, super gut finden, wurde auch in diesem Jahr wieder ein Osterfeuer für uns und natürlich alle Löricker Bürger veranstaltet. Wie schon 2008 auf dem Kirmesplatz. Feuer auf dem Maisfeld und Aktionsbuden auf dem Festplatz, da konnte eigentlich nichts schiefgehen. Hatten wir auch in 2007 gedacht und wurden mit einem fürchterlichen Wetter für irgendetwas bestraft. Aber wir Löricker lassen uns ja von so etwas nicht unterkriegen. Niemals!! Was für ein Unterschied zum Vorjahr. Sensationelles Frühlingswetter mit Sonnenschein und Temperaturen von über 20° verwandelten den Kirmesplatz in einen großen Biergarten. Alle Helfer waren im vollen Einsatz. Schlange Stehen war angesagt, egal ob bei den Würstchen oder an der Wertmarkenkasse. Geschätzte 500 bis 600 Besucher fanden sich ein und sorgten so für klingende Kassen beim Schützennachwuchs sowie den Löricker Pfadfindern, mit denen wir das Osterfeuer ausrichten. Um 17.00 Uhr war es dann endlich soweit. Viele Kinder hatten zusammen mit den Pfadfindern sowie unserem Pastoralreferenten das Osterlicht aus unserer Kirche geholt. Damit sollte das Feuer angezündet werden. Und waaaas für ein Feuer! So viel Holz auf einem Haufen hatte wohl noch keiner von uns gesehen. Heiner Honert, Christian Kasber und Co. hatten ein Kunstwerk geschaffen. Und wie toll das brannte. Wir hatten schon Angst, dass die großen Bäume auf dem Kirmesplatz auch noch anfangen zu brennen. Aber die Großen wissen wohl schon was sie tun. Und so war das Osterfeuer 2009 ein voller Erfolg und der finanzielle Grundstein für unseren Jahresausflug gelegt.
Ein weiteres „Ritual“ in unserem Schützenleben ist unser Übungsschießen. Sie wissen schon - Schießen ohne Kugeln! Da sind wir wahre Meister unserer Klasse. Allerdings fanden die Übungstermine leider nicht wie gewohnt statt. Aber auf jeden Fall werden wieder Pokale und Medaillen noch vor dem Schützenfest ausgeschossen. Schließlich wollen wir Kirmesmontag wieder schön lange auf der Kirmes bleiben dürfen und abends im Festzelt auf der großen Bühne stehen!
Am Anfang unseres Berichts steht geschrieben, auch Schützenleben bringt Veränderungen. So stehen Gabi Eisheuer und Monika Kamp-Marx nicht mehr als Pagenbetreuerinnen zur Verfügung. Den beiden gilt unser ganz großer Dank für ihren jahrelangen Einsatz um den Schützennachwuchs. Die enorm positive Entwicklung des Pagen- und Amazonencorps ist eng verbunden mit Gabi und Monika und ohne deren Engagement hätte es diese Erfolgsstory nicht gegeben. Deshalb auch an dieser Stelle nochmals vielen, vielen Dank für euren Einsatz. Monika gratulieren wir auf diesem Wege auch noch zur Geburt von Maximilian am 24. März 2009.
Mit Stephanie Johnen konnten wir aus der „Mütterriege“ eine neue Pagenbetreuerin gewinnen. Spontan stellte sie sich zur Verfügung und wird zum Schützenfest 2009 ihre Feuertaufe erleben. Liebe Stephanie, herzlichen Dank für dein Engagement und wir Jungs und Mädels werden es dir schon nicht zu schwer machen. Weitere Unterstützung bei der Betreuung unserer Jüngsten ist herzlich willkommen. Schützenerfahrung ist im Übrigen keine Voraussetzung für diese Aufgabe!
Wen wir allerdings mit einem Wort des Dankes und der Anerkennung unbedingt bedenken müssen, sind alle großen und kleinen Helferinnen und Helfer, die uns im Jahresverlauf unterstützt haben. Wir sind mächtig stolz darauf, euch zu haben, denn manches wäre ohne euch nicht machbar gewesen. An dieser Stelle ist es uns ein besonderes Anliegen, uns namentlich bei den Eheleuten Sabine und Peter Mux, Monika und Paul Adams sowie Johannes Adams zu bedanken. Ohne eure Hilfe wären wir u. a. wohl nicht ins Heuhotel gekommen, den Kirmesrundgang würde es nicht geben und so manches Mal hätten wir auf dem Boden gesessen weil wir zum einen keine Sitzgelegenheit gehabt hätten und zum anderen nicht gewusst hätten, wie wir sie transportieren sollten. Ihr fünf seid einfach Spitze! Dank sagen wir auch unserer Pagenkönigin Sabrina Fischer und ihrem Begleiter Alexander Eisheuer für ihr tolles Regierungsjahr. Und so wünschen wir nun euch, allen unseren Königspaaren und Festgästen ein traumhaft schönes und sonniges Schützenfest 2009 und sagen
Schützenfest in Lörick– Da gehen wir hin!-
Ihr und Euer
Ach ja, bevor wir es vergessen! Es gibt ja ganz viele Kinder in Lörick und auch noch einige, die nicht bei uns Schützenkindern mitmachen, aber vielleicht Lust dazu haben und sich einfach nicht zu fragen trauen. Keine Angst, wir beißen nicht und freuen uns über jeden, der mitmachen möchte. Wenn ihr also auch bei den vielen schönen Dingen dabei sein wollt, sollen eure Eltern einfach bei Stephanie Johnen (0211-5382151) oder Thomas Hummelsbeck (0211-593588) anrufen. Die organisieren das dann.















