|
|
|
|
|
|
|
|
|
Bericht des Reitercorps-Lörick über das Schützenjahr 2008/2009
Wenn man sich als Schütze auf etwas verlassen kann, dann auf eine gewisse Kontinuität der Ereignisse. Man kann sich darauf verlassen, dass einen der Terminkalender des Regiments und der eigenen Kompanie von den kleinen Highlights zu großen Festen bis hin zu netten Geselligkeiten führen. Viele Termine wiederholen sich jährlich und immer wieder freut sich der Schütze an sich mehr oder weniger darauf.
Das Schützenjahr begann wie immer mit unserem Titularfest bei dem man beobachten kann, wie zu den ersten Klängen der Marschmusik im neuen Jahr der eine oder andere kurz hochschreckt, wie aus dem Winterschlaf: Ist es schon wieder soweit? Ja, es geht los. Besprochen wurden die kleinen und großen Vorfälle der letzten Saison und es gab einen Ausblick auf die neuen Festivitäten und Aktivitäten unseres Vereins.
Das Reitercorps ist bei dieser Veranstaltung ja schon dafür bekannt, sich selbst zum Frühstück zu verpflegen und auch in diesem Jahr konnten wir wieder Karin Grohnert überreden, uns noch am selben Morgen einen frischen Kuchen zu backen, der uns wie immer ausgezeichnet geschmeckt hat.
Seit einigen Jahren gibt es in unserem Schützenjahr einen weiteren netten Termin: Das Osterfeuer. Nachdem es im letzten Jahr so kalt war, dass wir uns am Glühwein gütlich getan haben, freuten wir uns in diesem Jahr über schönes Frühlingswetter, das auch eine große Besucherschar anzog.
Beim Dorffest 2008 war Petrus leider nicht den ganzen Tag auf unserer Seite und wir hatten unseren liebe Mühe, das Kuchenbuffet vor den Wassermengen in Sicherheit zu bringen, was uns schließlich mit vereinten Kräften und viel Plastikfolie auch gelang. Trotz der regenbedingten hohen Luftfeuchtigkeit lief der Kuchenverkauf so gut wie lange nicht, was sicherlich auch daran lag, dass das Dorffest erstmals an seinem neuen Austragungsort stattfand und wir nicht so versteckt waren mit unserer Cafeteria.
Zum Kirmeseinlang hatte uns unsere Kameradin Simone Schulz zum Grillen an den elterlichen Swimming-Pool eingeladen, worauf wir uns auch sehr gefreut hatten. Leider konnten wir das kühle Nass nicht so genießen, wie wir gehofft hatten, da uns abermals der Wettergott einen Strich durch die Rechnung machte. Wir mussten die schön geschmückte Tafel abbauen und das Ganze in den Partykeller verlegen, wo wir aber dann auch sehr gemütlich gefeiert haben.
Das Schützenfest begann wie mittlerweile schon gewohnt mit einem bunten Abend im Festzelt, den im vergangen Jahr die Jungschützen mit viel Schwung inszenierten und bei dem sich sicherlich alle Gäste gut amüsiert haben.
Der Schützenfestsamstag verlief in gewohnten Bahnen mit dem schon traditionellen Biwak am Krummen Weg, Festzug zum Haus Lörick und einem schönen Abend im Schützenzelt.
Am Sonntag blickten wir – nicht unbegründet wie sich später zeigen sollte – zum Himmel. Wir werden doch nicht nass werden? Leider doch. Ausgerecht beim Umzug taten sich heftig die Schleusen auf und die eine oder andere Sturmböe fegte aus den Seitenstraßen. Aus der Sicht des Reitercorps, wie sitzen ja beim Festzug etwas erhöht, sah es ein wenig aus wie eine biblische Szene: Der Schützenzug teile sich wie das Rote Meer. Rechts und links rannten die Kameraden mit einer Schnelligkeit, die man nicht vermuten würden von der Straße. Wo waren sie hin? In Hauseingänge und unter Bäume. Da ist man auf dem Pferd leider nicht so gut dran. Wir mussten ausharren, bis der schlimmste Regen vorbei war und der Zug weiterging. Aber das hatten wir ja auch schon mal.
Gott sei dank war es recht warm und die Pferde und Uniformen bis zur Parade wieder getrocknet.
Wie sicher herausstellen sollte, hatten wir noch Glück im Unglück. Das eigentliche Unwetter ging erst am Abend nieder als wir alle schon wieder Festzelt waren. Es stürmte und regnete so heftig, dass aus dem einen oder anderen Wein auf dem Tischen unfreiwillig eine Schorle wurde und die Innenseite der Zelttüren sich vorübergehend in einen hübsch anzusehenden Miniwasserfall verwandelten. Gerüchten zufolge wurde die Marinekompanie mehrfach um Boote für die Heimfahrt gebeten. Für einige Kameraden endete die Nacht mit dem Trockenlegen von diversen Kellern in Lörick.
Am Montag beim gemeinsamen Mittagessen ließen wir uns dann das leckere griechische Essen schmecken, welches wir uns hatten liefern lassen.
Da im vergangen Jahr kein Jubiläum für unsere Kompanie anstand, konnten wir es im Herbst ruhig angehen lassen und uns auf das letzte nette Ereignis unseres Schützenjahres – die schon traditionelle Weihnachtsfeier im „Füchschen“ – freuen.
Und dann ging es im Januar wieder mit dem Titularfest los …… (soviel zur Kontinuität der Ereignisse).
Auch in diesem Jahr werden wir hoffentlich ein schönes und hoffentlich von außen trockenes Schützenfest mit allen Kameraden, Freunden und Besuchern feiern und wünschen allen viel Spaß dabei!
(Daniela Aretz)
Rittmeisterin








